Die USA und die Taliban haben Fortschritte bei ihren Verhandlungen über einen Truppenabzug aus Afghanistan gemacht. Der US-Verhandlungsführer will die Ergebnisse nun in Washington und mit den Partnern besprechen.

Der Nato-Einsatz in Afghanistan, der ohnehin ein Fiasko war, bei dem kein Ziel erreicht worden ist, neigt sich wohl seinem Ende zu. Die USA und die Taliban haben in Doha verhandelt und der US-Verhandlungsführer schreibt auf Twitter (siehe Ende des Artikels) von großen Fortschritten. Ein Abkommen sei zwar noch nicht erreicht, aber „alle Seiten wollen Frieden“. Nun geht es demnach um vier Details: 1. Terrorismusbekämpfung 2. den Truppenabzug 3. den Inner-Afghanischen Dialog 4. einen Waffenstillstand.

Bei den ersten beiden Punkten, Terrorismusbekämpfung und Truppenabzug, sei Einigkeit erzielt worden. Wie man allerdings mit einer Terrororganisation wie den Taliban Einigkeit über Terrorismusbekämpfung erreichen will, wurde nicht erklärt.

Nun stehen für ihn Gespräche „in Washington und mit den Partnern“ an.

Es ist immer eine gute Nachricht, wenn ein Krieg zu Ende geht. Aber dieser Krieg, der aufgrund von 9/11 vor 17 Jahren gegen die Taliban angefangen wurde, war ein kompletter Reinfall. Wenn es nun tatsächlich zu einem Abzug kommt und die Taliban in Afghanistan wieder die Macht übernehmen, bin ich gespannt, wie unsere Politiker den Hinterbliebenen der gefallenen deutschen Soldaten erklären, wofür diese Soldaten in den Tod geschickt worden sind. Nach 17 Jahren Krieg und hunderttausenden Toten wird Afghanistan wieder so sein, wie vor 9/11: Ein Gottesstaat unter Herrschaft der Taliban.

Hier die Tweets des US-Verhandlungsführers.