Der Westen sucht den Dialog? Nato weist die Hälfte der russischen Diplomaten aus
Eines der Matras des Westens ist es, man wolle ja so gerne mit Russland reden, aber die bösen Russen wollen nicht. Dass das Gegenteil der Fall ist, zeigt sich nun wieder daran, dass die Nato die Zahl der Diplomaten in der russischen Vertretung bei dem Militärblock um die Hälfte gesenkt hat. Aber wie soll man […]
Eines der Matras des Westens ist es, man wolle ja so gerne mit Russland reden, aber die bösen Russen wollen nicht. Dass das Gegenteil der Fall ist, zeigt sich nun wieder daran, dass die Nato die Zahl der Diplomaten in der russischen Vertretung bei dem Militärblock um die Hälfte gesenkt hat. Aber wie soll man denn reden und Einigungen finden, wenn der Westen nicht nur ein Gesprächsformat nach dem anderen boykottiert, sondern auch noch die Zahl der russischen Diplomaten ständig senkt, deren Aufgabe es ja gerade ist, zu reden und in Kontakt zu bleiben?
Der russische Präsident Putin wurde auf einer Podiumsdiskussion mal gefragt, ob er die Wiedervereinigung mit der Krim bereue, weil die zu den Sanktionen geführt hat. Putin antwortete darauf, dass die Krim nichts mit den Sanktionen zu tun habe, sondern nur ein Vorwand sei. Der Westen wolle Russland schwächen, weil es ihm zu stark geworden ist, und dafür suche er sich nach Belieben Vorwände aus, Sanktionen hätte es auch ohne die Wiedervereinigung mit der Krim gegeben.
Dass Putin mit dieser Aussage recht hatte, zeigt dieser Vorfall wieder deutlich, denn inzwischen führt der Westen für solche Aktionen nicht einmal mehr Begründungen an. Die Nato hat nur mitgeteilt, die Ausweisung der russischen Diplomaten sei eine „Antwort auf Russlands aggressives Vorgehen“, allerdings hat die Nato sich nicht einmal mehr die Mühe gemacht, zu erzählen, was Russland nun wieder angestellt haben soll.
Diese Meldung habe ich unter anderem bei der russischen Nachrichtenagentur TASS gefunden und ich habe die Meldung der TASS übersetzt.
Beginn der Übersetzung:
Die NATO halbiert die russischen Mission bei der Allianz
Sie wurde auf 10 Personen reduziert.
Das Nordatlantische Bündnis hat die Reduzierung der russischen Mission bei der NATO von 20 auf 10 Personen und die Ausweisung von acht Diplomaten aus Brüssel bestätigt. Das erklärte der Pressedienst des Bündnisses erklärte am Mittwoch gegenüber der TASS.
„Wir können bestätigen, dass die NATO beschlossen hat, die Anzahl der diplomatischen Akkreditierungen, die die Russische Föderation bei der NATO haben kann, auf 10 zu reduzieren (vorher waren es 20 – Anmerkung TASS). Wir können bestätigen, dass wir acht Mitgliedern der russischen Mission bei der NATO die Akkreditierung entzogen haben“, sagte der Sprecher, der behauptete, dass es sich bei denjenigen, denen die Akkreditierung entzogen wurde, nach Angaben des Bündnisses um russische Geheimdienstmitarbeiter handelte, über deren Status die Nato nicht informiert worden war.
„Die Politik der NATO gegenüber Russland bleibt konsequent. Wir verstärken unsere Abschreckung und unsere Verteidigung als Antwort auf Russlands aggressives Vorgehen, sind aber gleichzeitig offen für einen sinnvollen Dialog“, versicherte der Sprecher.
In der russischen diplomatischen Vertretung bei der NATO sind derzeit 18 Diplomaten tätig, wobei zwei Plätze unbesetzt sind.
Wie der Fernsehsender Sky News berichtet, wurde den entlassenen Diplomaten eine Frist bis zum Ende des Monats eingeräumt, um Brüssel zu verlassen. Gleichzeitig zitierte der Sender einen Sprecher der Allianz, der seine Bereitschaft zum Dialog mit Moskau zum Ausdruck brachte.
Nach Angaben des britischen Fernsehsenders wurde die Entscheidung als Reaktion auf die angeblichen „feindlichen Aktivitäten Russlands in den letzten Jahren“ getroffen. Nach Angaben des Senders hatte die Allianz im Sommer ihre Mitgliedstaaten aufgefordert, Berichte über verdächtige feindliche Aktivitäten zu erstellen, die sie auf ihrem Territorium festgestellt haben. All diese Informationen wurden Berichten zufolge im vergangenen Monat gesammelt, woraufhin beschlossen wurde, diesen Schritt zu unternehmen.
Die russische Regierung hat die Behauptungen westlicher Länder, Russlands Aktivitäten seien feindlich gegenüber anderen Staaten, stets zurückgewiesen.
Dies ist bei Weitem nicht das erste Mal, dass russische Diplomaten aus der russischen Vertretung bei der NATO ausgewiesen werden. Die Allianz hat erstmals am 30. April 2009 russische Diplomaten aus Brüssel ausgewiesen. Damals wurden zwei Mitarbeiter der Vertretung ausgewiesen, ebenfalls unter dem Vorwand, dass ihnen nachrichtendienstliche Aktivitäten vorgeworfen würden. Das geschah vor dem Hintergrund der Krise in den Beziehungen zwischen Moskau und Brüssel nach dem bewaffneten Konflikt in Südossetien im August 2008. Bezeichnend war, dass damals die britische Financial Times am 30. April 2009 als erste über die Ausweisung der russischen Diplomaten berichtete, und dass erst danach eine Bestätigung der NATO folgte, wobei die Zitate der ungenannten Quelle“ in der Zeitung und die spätere Erklärung der NATO praktisch identisch waren.
Nach dem Skripal-Skandal im Vereinigten Königreich im Jahr 2018 hat die NATO russische Diplomaten ausgewiesen und die Zahl der diplomatischen Vertreter gesenkt.
Ende der Übersetzung