Chinesische Investoren haben Milliarden in ein großes ukrainisches Unternehmen investiert. Dann ließ Washington wissen, man sei dagegen und sofort hat die Ukraine die chinesischen Aktien blockiert und plant nun die Enteignung der chinesischen Investoren.

Zu Sowjetzeiten war die Ukraine die reichste Region des Landes, in der Ukraine ballte sich die Industrie der Sowjetunion. Durch die Misswirtschaft nach dem Zerfall der Sowjetunion sind viele Industrien kaputt gegangen, aber einige haben den Wandel auch überlebt. Das waren diejenigen, die sich weiterhin auf den russischen Markt konzentriert und die funktionierenden Geschäftsverbindungen aufrecht erhalten haben. Einige ukrainische Unternehmen hatten das Potenzial, auch westlichen Unternehmen Konkurrenz zu machen. Eines dieser Unternehmen ist der Konzern „Motor Sitsch.“ Der stellt Triebwerke für Flugzeuge und Hubschrauber sowie Gasturbinen und ähnliches her.

Nachdem die Ukraine nach dem Maidan 2014 den Handel mit Russland abgeschnitten hat, sind auch diese eigentliche lebens- und konkurrenzfähigen Unternehmen in die Krise geraten, weil die Regierung sie von ihrem wichtigsten Markt abgeschnitten hat. Aber das Know-How von Motor Sitsch war so interessant, dass sich chinesische Investoren für den Konzern interessiert und die Mehrheit übernommen haben.

Das jedoch hat den USA nicht gefallen und sie habe Druck ausgeübt, damit die Ukraine gegen die chinesischen Investoren vorgeht. Nun wird im ukrainischen Parlament ein eigenes Gesetz beraten, das die chinesischen Investoren enteignen soll. Wenn das beschlossen wird, kann man davon ausgehen, dass Motor Sitsch auch den Weg gehen wird, den der Rest ukrainischen Industrie gegangen ist, und bankrott geht.

Das Unternehmen hat noch keine nennenswerten Kunden im Westen finden können, der russische Markt ist durch die ukrainische Politik gesperrt und wenn chinesische Investoren enteignet werden, dürfte auch China als Kunde oder Geschäftspartner ausfallen. Motor Sitsch hätte keine nennenswerten Kunden mehr. Und der Westen hat kein Interesse daran, dass ein ukrainisches Unternehmen den westlichen Konzernen Konkurrenz macht.

Die ukrainische Regierung ist offensichtlich bereit, eines der letzten Industrieunternehmen des Landes und tausende Arbeitsplätze zu opfern, um Washington zu gefallen. Über die aktuellen Entwicklungen hat das russische Fernsehen berichtet und ich habe den Artikel übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Die Oberste Rada der Ukraine wird diese Woche einen Gesetzentwurf über die Verstaatlichung des ukrainischen Flugzeugtriebwerks-Herstellers „Motor Sitsch“ behandeln, sagte der Fraktionschef von „Diener des Volkes“ (der Partei von Präsident Selensky) in der Obersten Rada, David Arahamia, im ukrainischen TV-Sender „Pryamoe“. Der Fernsehsender gehört dem ehemaligen ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko.

„Wir haben Sanktionen gegen chinesische Unternehmen verhängt. Das ist eine Frage der Verteidigungsfähigkeit des Landes“, sagte Arahamia und fügte hinzu, dass die Frage der Verstaatlichung mit den chinesischen Investoren besprochen werden muss.

„Es ist unklar, in welchem Zustand sich das Unternehmen befindet. Dort arbeiten zehntausende Menschen. Sie wenden sich an uns mit der Bitte festzulegen, welchen Status und welche Zukunft das Unternehmen hat. Das ist ein wichtiges Unternehmen, eine Grundlage der Stadt. Wir müssen daran arbeiten“, sagte Arahamia.

2016 haben chinesische Investoren 56 Prozent der Anteile von Motors Sitsch gekauft und im August 2019 reichten sie dem Kartellausschuss der Ukraine Unterlagen zur Genehmigung des Deals vor.

Im selben Monat berichtete das Wall Street Journal jedoch über den Wunsch der USA, zu verhindern, dass chinesische Unternehmen die Kontrolle über das Unternehmen übernehmen. Im Herbst 2019 haben US-Experten „Motor Sitsch“ besucht.

Danach hat der Sicherheitsdienst der Ukraine (der Geheimdienst SBU) die von den Chinesen gekauften Aktien eingefroren. Seitdem hält Motor Sitsch keine Hauptversammlungen ab, zahlt keine Dividende und die Aktionäre haben keine Möglichkeit, die Arbeit der Unternehmensleitung zu beeinflussen.

Die chinesischen Investoren haben im Dezember 2020 eine Klage gegen die Ukraine eingereicht, der Schaden für die chinesische Seite belief sich auf 3,6 Milliarden Dollar. Die chinesische Unternehmen betrachten Kiews Schritte als Versuch, „ihre Investitionen zu enteignen“.

Unterdessen hat der Präsident der Ukraine, Wladimir Selensky, am 28. Januar den Beschluss des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates über Sanktionen gegen das chinesische Unternehmen Skyrizon (Besitzer der Anteile an „Motor Sich“) in Kraft gesetzt. Auch der chinesische Staatsbürger Wang Jing, der Großaktionär von Skyrizon ist, wurde sanktioniert.

Chinas Außenministerium forderte die Achtung der Rechte chinesischer Investoren.

Motor Sitsch ist einer der weltweit größten Hersteller von Flugzeugtriebwerken und Gasturbinen und liefert Produkte in fast 100 Länder.

Das Unternehmen produziert Motoren für Hubschrauber der Typen Mi-8, Mi-17, Ka-226 und Flugzeuge der Typen An-70, An-124, An-140, An-148 und Yak-130 sowie Gaspumpenturbinen und Energieanlagen.

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion hat Motor Sitsch mit Russland zusammengearbeitet, doch nach dem Putsch in der Ukraine 2014 stellte Kiew die militärisch-technische Zusammenarbeit mit Moskau ein.

Ende der Übersetzung


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https://dev.anti-spiegel.ru/2019/in-eigener-sache-mein-buch-ueber-die-ukraine-ist-in-zwei-wochen-lieferbar/