Haben Sie sich schon mal gefragt, warum die Politik oft so schlechte Entscheidungen trifft oder Wahlversprechen nicht einlöst? Ist das Inkompetenz? Oder sind die Entscheidungen vielleicht nur für Sie schlecht, aber für andere sehr gut?

Demokratie bedeutet die Herrschaft des Volkes bzw. die Herrschaft der Mehrheit, wobei Minderheiten und ihre Rechte natürlich trotzdem geschützt sind. Wie kann es dann aber sein, dass in den „westlichen Demokratien“ ständig Entscheidungen getroffen werden (z.B. Bankenrettung, Auslandseinsätze der Bundeswehr, Rente mit 67 oder gar 70, etc.), die von der Mehrheit der Wähler gar nicht gewollt sind?

Diesen Fragen bin ich in meinem neuen Buch nachgegangen und habe dabei Verblüffendes und Schockierendes über das herausgefunden, was als „westliche Demokratie“ bezeichnet wird. Kann es sein, dass im Westen nicht die Politiker regieren, sondern „Kräfte im Hintergrund“? Das ist eine sehr gewagte These, die ich zur Diskussion stelle, aber ich belege sie mit dem, was diese „Kräfte im Hintergrund“ selbst öffentlich sagen und schreiben. Ich nenne diese „Kräfte im Hintergrund“ beim Namen und lasse sie einfach selbst zu Wort kommen, indem ich mich das zitiere, was sie selbst veröffentlichen. Dabei zeige ich mit vielen Beispielen auf, wie dieses System funktioniert, wie aus einem Wunsch reicher und mächtiger Leute Gesetze werden und selche Rolle die Medien dabei spielen.

Im ersten Teil des Buches mache ich mit dem Leser ein Gedankenexperiment: Wie müsste ein politisches System aussehen, das von reichen und mächtigen Menschen geschaffen wurde und das allein ihren Interessen dient, dabei aber den Menschen das Gefühl vermittelt, sie hätten als Wähler die Macht? Wir bauen zusammen ein solches System auf und gleichen ab, wie viele Ähnlichkeiten zur Realität wir dabei finden. Dabei wird natürlich – wie bei mir üblich – alles mit konkreten Beispielen, Namen und Originalquellen belegt.

Im zweiten Teil des Buches schauen wir uns die Biografien der wichtigsten deutschen Politiker an und überprüfen, wer welche Qualifikation für sein Amt (oder die angestrebten Ämter) mitbringt. Der zweite Teil des Buches mutet phasenweise wie Realsatire an, denn es ist erschreckend, dass Menschen als Minister für das Land verantwortlich sind, die von ihrem Ressort absolut keinerlei Ahnung haben.

Aber das passt zur These des ersten Teils: Wenn ein Minister keine Ahnung von der Materie hat, über die er entscheiden soll, ist er Wachs in den Händen der „Kräfte im Hintergrund.“ Da ich diese Menschen und Organisationen in dem Buch beim Namen nenne, verweise ich hier auf einen aktuellen Artikel, der einen Vorgeschmack darauf gibt, um wen es sich bei den „Kräften im Hintergrund“ unter anderem handelt.

Im Ergebnis komme ich in dem Buch zu dem Schluss, dass das für die Reichen und Mächtigen ideale System, dass wir im ersten Teil des Buches entwickeln, so exakt mit dem im Westen existierenden System übereinstimmt, dass man kaum mehr von Zufällen sprechen kann.

Ich lade Sie ein, das selbst zu überprüfen und frage Sie: Zu welchem Schluss kommen Sie nach der Lektüre dieses Buches?

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Für das Wochenende habe ich noch einige Themen zurückgelegt, es wird wohl wieder um die neuen Entwicklungen in der Ukraine gehen, wo die Unterdrückung der Opposition jeden Tag absurder wird. Und am Sonntag wird es auch wieder den politischen Nachrichtenrückblick des russischen Fernsehens geben, der wegen der russischen Maí-Feiertage zwei Wochen Pause hatte. Es wird also auch am Wochenende neue Artikel geben.

Ich wünsche allen eine schönes Wochenende und

bleiben Sie kritisch!

Thomas Röper