Telefonstreich russischer Prankster zeigt auf: Amnesty International ist Propaganda-Instrument des Westens
Die in Russland bekannten Prankster haben wieder zugeschlagen. Sie gaben sich als Mitarbeiter von Navalny aus und haben eine Videokonferenz mit Amnesty International durchgeführt, die aufzeigt, wie diese Organisation in Wahrheit arbeitet. Über die russischen Prankster Vovan und Lexus habe ich schon mehrmals berichtet. Ihr „Geschäftsmodell“ ist es, sich als jemand anderes auszugeben und dann […]
Die in Russland bekannten Prankster haben wieder zugeschlagen. Sie gaben sich als Mitarbeiter von Navalny aus und haben eine Videokonferenz mit Amnesty International durchgeführt, die aufzeigt, wie diese Organisation in Wahrheit arbeitet.
Über die russischen Prankster Vovan und Lexus habe ich schon mehrmals berichtet. Ihr „Geschäftsmodell“ ist es, sich als jemand anderes auszugeben und dann mit Politikern zu telefonieren, die glauben einen anderen Politiker am Telefon zu haben. So haben sie sich als „Präsident der Schweiz“ ausgegeben, um mit Vertretern der USA zu besprechen, wie man Konten der venezolanischen Regierung am besten blockieren kann. Das war übrigens ein sehr interessanter Skandal, weil er aufgezeigt hat, wie Bloomberg anschließend im Auftrag des US-Außenministeriums den Artikel veröffentlicht hat, den der „Schweizer Präsident“ als Vorwand zur Sperrung der Konten brauchte. Das US-Außenministerium hatte den nötigen Artikel geschrieben und Bloomberg hat ihn als eigenen Artikel veröffentlicht. Die Details finden Sie hier.
Zuletzt habe ich über die beiden berichtet, als sie Norbert Röttgen vorgetäuscht haben, er würde mit der selbsternannten weißrussischen Oppositionsführerin Tichanowskaja sprechen. Das war so peinlich, dass YouTube in Deutschland den Zugang zu dem Video mit dem Telefonat gesperrt hat. Im Ausland ist das Video auf YouTube weiterhin zu sehen.
Nun haben die beiden wieder zugeschlagen und Amnesty International vorgetäuscht, sie seien Leonid Wolkow, ein wichtiger Mitarbeiter von Navalny. Der wollte mit der Führung von Amnesty besprechen, warum die Organisation Navalny den Status eines „Gewissenshäftlings“ aberkannt hat. Diesen Status haben bei Amnesty Leute, die wegen ihrer Meinung verfolgt werden. Das Wort „Gewissenshäftling“ habe ich wörtlich aus dem Englischen (prisoner of conscience) übersetzt, andere übersetzen es als „politischer Gefangener.“
Amnesty hat Navalny den Status wegen seiner offen rassistischen Äußerungen aberkannt, über die ich schon berichtet habe, die Details finden Sie hier. Amnesty fordert aber trotzdem seine Freilassung.
Telefonstreich mit Amnesty International
Die Prankster haben mit Amnesty eine Videokonferenz abgehalten und nun veröffentlicht, Sie finden das Video am Ende dieses Artikels. Es ist auf Englisch, also für die meisten verständlich. An der Konferenz haben leitende Mitarbeiter von Amnesty International teilgenommen, und zwar: Julie Verhaar (Generalsekretärin von Amnesty International), Marie Struthers (Direktorin für Osteuropa und Zentralasien) und Denis Krivosheev (Stellvertretender Direktor für Osteuropa und Zentralasien).
Der angebliche Navalny-Mitarbeiter Wolkow hat gefordert, Navalny den Status als „Gewissenshäftling“ wieder zuzusprechen, was die Amnesty-Leute wegen Navalnys rassistischer Äu0erungen abgelehnt haben. Das Wort „rassistisch“ ist nicht gefallen, aber es ist klar, dass es darum ging. Stattdessen haben die Amnesty-Leute gesagt, der Status sei nicht entscheidend, entscheidend sei es, Druck auf die russische Regierung aufzubauen. Daher fordert Amnesty öffentlich und mit Nachdruck die Freilassung Navalnys, worüber die Medien berichten.
Die Amnesty-Leute haben damit durchaus recht, denn die westlichen Medien berichten zwar, dass Amnesty seine Freilassung fordert, aber von der Aberkennung seines Status als „Gewissenshäftling“ wurde nicht berichtet und erst recht findet sich die Begründung (Navalnys Rassismus) nicht in den westlichen Medien. Die westliche Medien spielen das Spiel mit und verschweigen Navalnys Rassismus bereitwillig.
Amnesty International gibt offen zu, dass es eine Propaganda-Organisation des Westens ist
Spannend wurde das Gespräch, als um die Presse und die Pressefreigeit ging. Die Amnesty-Leute sagten mehrmals, dass sie nicht mit russischen Medien wie RT oder Sputnik sprechen. Das zeigt, dass sie parteiisch sind und die westliche Linie unterstützen.
Das wurde besonders deutlich, als um die Situation von Journalisten in Lettland ging. Der angebliche Navalny-Mitarbeiter Wolkow sprach an, dass in Lettland „russische Propagandisten“ von Sputnik verhaftet worden sind. Die Amnesty-Leute haben das bestätigt, man weiß dort also davon. Die Details über die Verhaftungen von Journalisten in Lettland finden Sie hier.
Der „Navalny-Mitarbeiter“ hat dann gesagt, dass es für Navalny problematisch wäre, wenn Amnesty das Thema ansprechen würde, weil es ja der russischen Position helfen würde. Aber die Amnesty-Leute konnten ihn beruhigen: Sie haben klar gesagt, dass sie den in Lettland angeklagten Journalisten bei ihren Strafverfahren nicht helfen würden, denn Mitarbeiter von RT oder Sputnik verdienen ihrer Meinung nach keine Hilfe. Weiter sagten die Amnesty-Leute, dass sie zu den Fällen der in Lettland verhafteten Journalisten öffentlich nichts sagen würden, das Navalny-Team sollen sich deswegen keine Sorgen machen.
Nun kennen wir also die Arbeitsweise von Amnesty: Es fordert einerseits die Freilassung des Rassisten Navalny, von dessen Rassismus Amnesty auch weiß. Andererseits interessiert es sich nicht für Journalisten, die für russische Medien, also „für den Feind“ arbeiten. Die leitenden Mitarbeiter von Amnesty – inklusive der Generalsekretärin – haben offen eingestanden, dass es ihnen nicht um Menschenrechte, sondern um den Kampf gegen Russland geht.
Ginge es tatsächlich um Menschenrechte, müssten sie schließlich auch die Menschenrechte der in Lettland angeklagten Journalisten schützen, deren einziges „Verbrechen“ es ist, für russische Medien zu schreiben. Mehr wird denen schließlich nicht vorgeworfen.
Für alle Interessierten ist hier die Aufzeichnung der Videokonerenz mit Amnesty International und dem „Navalny-Mitarbeiter“ Wolkow.