Der Beschuss von Donezk am 13. Juni und was die Tagesschau berichtet
Ich habe bereits berichtet, dass die Tagesschau am 13. Juni ukrainischen Beschuss auf einen Markt in Donezk, bei dem es mehrere Tote gab, kurzerhand Russland in die Schuhe geschoben hat. Entweder hat die Bildungsmisere auch die Tagesschau-Redaktion erreicht, wenn man dort nicht weiß, was und wo Donezk ist und wer die Stadt beschießt, oder die […]
Ich habe bereits berichtet, dass die Tagesschau am 13. Juni ukrainischen Beschuss auf einen Markt in Donezk, bei dem es mehrere Tote gab, kurzerhand Russland in die Schuhe geschoben hat. Entweder hat die Bildungsmisere auch die Tagesschau-Redaktion erreicht, wenn man dort nicht weiß, was und wo Donezk ist und wer die Stadt beschießt, oder die Tagesschau-Redaktion setzt auf die Folgen der Bildungsmisere bei ihren Zuschauern, wenn sie solche Meldungen bringt. Übrigens hält es (bisher) auch niemand bei der Tagesschau für nötig, auf den „Fehler“ von Vortag hinzuweisen.
Der Beschuss von Donezk
Dass Donezk seit über einer Woche so heftig beschossen wird, wie in all den acht Jahren seit Beginn des Kiewer Krieges gegen die Zivilbevölkerung im Donbass, habe ich bereits berichtet. Hier will ich die Folgen des Beschusses vom 13. Juni in Wort und Bild aufzeigen.
Am 13. Juni wurden in Donezk Wohngebiete, ein Markt, ein Krankenhaus, eine Entbindungsklinik, Geschäfte, eine Werkstatt für Autos und Busse und eine Maschinenfabrik beschossen. Die ukrainische Armee feuerte rund hundert Raketen aus Mehrfachraketenwerfern und Dutzende Haubitzengranaten des NATO-Kalibers 155 mm auf Donezk. Dabei wurden fünf Menschen, darunter ein 11-jähriges Kind, getötet und 43 Menschen verletzt.
Diese Details hat die Tagesschau natürlich nicht berichtet, stattdessen hat sie gelogen und behauptet, das wäre russischer Beschuss gewesen. Diese dreiste Lüge der wichtigsten Nachrichtensendung des Ersten Deutschen Fernsehens, also des deutschen Staatsfernsehens, das in Deutschland als „öffentlich-rechtlich“ bezeichnet wird, weil das besser klingt, ist heute Thema in sehr vielen russischen Medien. Auch ich wurde vom russischen Fernsehen angefragt, diese plumpe Kriegspropaganda, die man in Deutschland als „Nachrichtensendung“ bezeichnet, zu kommentieren.
Hier zeige ich Bilder vom 13. Juni aus Donezk. Die Bilder sind von dem Telegram-Kanal von Alina Lipp, die derzeit selbst in Donezk ist und mir bei unseren täglichen Telefonaten von dem heftigen Beschuss erzählt. Dieser Donezker Telegram-Kanal listet für die Menschen vor Ort live den Beschuss der Stadt auf. Leider ist er auf Russisch, aber die pure Zahl der Meldungen von heute, dem 14. Juni, spricht auch ohne Russischkenntnisse eine deutliche Sprache.


Warum die Ukraine Donezk immer noch beschießen kann, habe ich in diesen Artikel erklärt, in dem ich auch den aktuellen Frontverlauf gezeigt habe.