Wurde der Mangel an Babynahrung in den USA von Bill Gates herbeigeführt?
In den USA ist es Anfang Mai zu einem Mangel an Babynahrung gekommen, weil ein wichtiger Hersteller sein Werk schließen musste. Am 17. Mai berichtete der Spiegel über die Gründe dafür: „Amerikas Markt für Babyernährung ist weitgehend abgeschottet. Zwei Unternehmen teilen sich 80 Prozent des Umsatzes: Abbott Laboratories und Reckitt Benckiser, das die Marke Enfamil […]
In den USA ist es Anfang Mai zu einem Mangel an Babynahrung gekommen, weil ein wichtiger Hersteller sein Werk schließen musste. Am 17. Mai berichtete der Spiegel über die Gründe dafür:
„Amerikas Markt für Babyernährung ist weitgehend abgeschottet. Zwei Unternehmen teilen sich 80 Prozent des Umsatzes: Abbott Laboratories und Reckitt Benckiser, das die Marke Enfamil herstellt. Im Februar schloss Abbott sein Werk in Sturgis im Bundesstaat Michigan und rief die dort hergestellten Produkte zurück, nachdem zwei Babys an einer bakteriellen Infektion gestorben waren.“
Alte Bekannte
Da bin ich sofort hellhörig geworden, denn Abbott kenne ich seit meiner Arbeit an dem Buch „Inside Corona“ sehr gut. Mir ist die Firma aufgefallen, weil die Bill and Melinda Gates Foundation (BMGF) im September 2020 als strategischer Investor bei der Firma Abbott eingestiegen ist, die einen Covid-19-Schnelltest entwickelt hatte.
Die Geschichte war interessant, denn ebenfalls im September 2020 ist die BMGF strategischer Investor bei der Firma Biosensor geworden, die auch einen Covid-19-Schnelltest auf den Markt gebracht hatte. Und wie es der Zufall wollte, hat die WHO am 28. September 2020 ein Programm verkündet, das viel Geld bereitgestellt hat, um den ärmeren Ländern der Welt Covid-19-Schnelltests zur Verfügung zu stellen.
Es gibt dutzende Hersteller solcher Schnelltests weltweit, aber den Zuschlag für das hunderte Millionen Dollar umfassende Programm haben – das muss ein glücklicher Zufall für Bill Gates gewesen sein – Abbott und Biosensor unmittelbar nach Bill Gates Einstieg in die Firmen bekommen.
Daher war ich sofort hellhörig, als ich erfahren habe, dass ausgerechnet Abbott nun für den Mangel an Babynahrung in den USA verantwortlich ist.
Breakthrough Energy
Bill Gates hat 2015 einen ganzen Strauß an Organisationen gegründet, die sich dem „Kampf gegen den Klimawandel“ verschrieben haben. Das geschah im Rahmen der UNO-Klimakonferenz 2015, auf der Präsident Obama unter anderem auch die „Mission Innovation“ ausgerufen hat, an der sich viele Staaten beteiligt haben. Bei der Gelegenheit hat Gates auch den Fond Breakthrough Energy gegründet, in den diverse Milliardäre eingestiegen sind. Wikipedia listet unter Angabe diverser Quellen unter anderem folgende Mitglieder von Breakthrough Energy auf: Jeff Bezos, Mike Bloomberg, Richard Branson, George Soros und Mark Zuckerberg.
Breakthrough Energy ist ein Fond, der Firmen aus dem Bereich alternative Energien Risikokapital zur Verfügung stellt. Es geht also nicht um Spenden oder die Unterstützung des Kampfes gegen den Klimawandel, es geht um Geld. Man investiert in vielversprechende Ansätze und wenn die sich als erfolgreich herausstellen, kann man sein Investment schnell verhundertfachen, wenn ein Start-Up an die Börse geht. Was als „Kampf gegen den Klimawandel“ verkauft wird, ist nichts anderes als ein Geschäftsmodell, denn aufgrund des medialen Hypes um das Thema Klima ist ein schnell wachsender Milliarden-Markt entstanden und Bill Gates und seine Mitinvestoren haben sich die besten Startplätze gesichert.
BIOMILQ
Im Juni 2020 hat Breakthrough Energy in ein Start-Up namens BIOMILQ investiert, das künstliche Muttermilch entwickeln und auf den Markt bringen will. Was das mit dem Klimawandel zu tun hat? Die Firma behauptet, ihre Produktion sei wesentlich klimafreundlicher als die herkömmliche Produktion von Baby-Nahrung. Bill Gates scheint zu hoffen, diese Firma vor dem Hintergrund der Klimawandel-Diskussion zum Marktführer aufbauen und andere Hersteller verdrängen zu können. Da Bill Gates in ein Start-Up investiert hat, war die Investition mit 3,5 Millionen sehr gering, und im Erfolgsfalle winkt ein gigantischer Profit.
In den USA sind nun Gerüchte aufgekommen, Gates könnte den Kollaps des Baby-Nahrungsmarktes bewusst herbeigeführt haben, um BIOMILQ einen furiosen Markteintritt zu bereiten. Allerdings hat einer der Gründer von BIOMILQ Anfang Mai 2022 in einem Interview mitgeteilt, sein Produkt sei erst in etwa drei Jahren marktreif und müsse auch noch von der Aufsichtsbehörde zugelassen werden.
Daher hat Reuters Mitte Mai einen Faktencheck veröffentlicht, der diese Gerüchte als unwahr bezeichnet hat. Und das ist auch nicht von der Hand zu weisen, wenn das Produkt von BIOMILQ noch nicht auf dem Markt ist und in den nächsten Wochen wohl auch nicht als „Retter in der Not“ auf den Markt kommen kann.
Ein Geschmäckle
Ich habe dennoch darüber berichtet, denn die Geschichte hat ein gewisses Geschmäckle, wenn eine Firma, an der Bill Gates beteiligt ist, eine Krise verursacht und Bill Gates gleichzeitig an einer Firma beteiligt ist, die als Retter in der Krise fungieren kann. Das wird vermutlich nicht jetzt geschehen, aber wer weiß, was die Zukunft bringt?
Daher sollte man das Thema Babynahrung im Auge behalten und sich die Namen Abbott und BIOMILQ merken, denn was Reuters in seinem Faktencheck nicht erwähnt hat, ist die Beteiligung von Gates an Abbott. Diese Information hätte aber in den „Faktencheck“ gehört, daher erwähne ich das und denke, dass man das Thema im Auge behalten sollte.
Wenn sich die Krise bei der Babynahrung länger hinzieht, könnte das nämlich zum Beispiel die Zulassung des Produktes von BIOMILQ beschleunigen. Es gibt einige Möglichkeiten, die Bill Gates hier nutzen kann, um BIOMILQ den Markteistieg zu erleichtern.
Kurioses zum Schluss
In den USA ist das Problem des Mangels an Babynahrung so akut, dass die US-Regierung Babynahrung mit Militärmaschinen aus Europa in die USA einfliegen lässt. Westliche Medien wie der Spiegel feiern das als spontane und selbstlose Hilfe der US-Regierung für die in Not geratenen amerikanischen Eltern kleiner Kinder.
Weißrussland ist ein erfolgreicher Agrarstaat, der keine westlichen Lebensmittelkonzerne ins Land gelassen hat, also sehr ökologisch produziert. Der weißrussische Präsident Lukaschenko hat den USA daher angeboten, bei der Lösung der Krise hu helfen. Er sagte vor der Presse:
„Wir haben gute Milch, gute Fleischprodukte für Kinder, Dosenessen, Säuglingsnahrung, alles. Wenn sie es wünschen, könnten wir morgen die Lieferungen starten.“
Die USA seien zwar in der Lage, für die Babynahrung zu bezahlen, aber Lukaschenko sie auch bereit, weißrussische Babynahrung als humanitäre Hilfe in die notleidenden USA zu liefern. Lukaschenko forderte die Reporter auf, sein Angebot „an jeden Amerikaner“ weiterzuleiten.
Das allerdings haben die Medienvertreter aus den USA offensichtlich nicht getan, es wäre ja auch zu blöd, dass Weißrussland den USA als Retter in der Not ökologisch saubere Babynahrung liefert, wenn die US-Bürger mittelfristig doch auf Retortenmilch von BIOMILQ umsteigen sollen.