Am 6. September schlug eine Rakete auf dem Marktplatz der auf ukrainischem Gebiet liegenden Stadt Konstantinowka ein und tötete 16 Menschen. Für die westlichen Medien war sofort alles klar: Die Russen waren das! Der Spiegel zum Beispiel titelte „Artilleriebeschuss – Mindestens 16 Tote durch russischen Angriff auf Markt in der Ostukraine“ und schrieb:

„Durch russischen Beschuss eines Marktplatzes in der ostukrainischen Stadt Kostjantyniwka sind ukrainischen Angaben zufolge mindestens 16 Menschen getötet worden. »Darunter ist auch ein Kind«, teilte der ukrainische Ministerpräsident Denys Schmyhal auf Telegram mit. Weitere 20 Personen seien verletzt worden.“

Heute ist klar, dass das gelogen war, denn es war eine ukrainische Rakete, die das Unglück verursacht hat. Das hat nun sogar die New York Times berichtet, die komplette Übersetzung des Artikels der New York Times finden Sie am Ende meines Artikels. Schauen wir uns zunächst die Chronologie an, aus der hervorgeht, dass das sofort offensichtlich war, dass die deutschen Medien ihre Leser belogen haben, obwohl ihnen die Wahrheit sofort bekannt war.

Die ukrainische Lüge war sofort offensichtlich

Der Spiegel wusste schnell, dass das eine ukrainische Lüge gewesen ist, denn Videos von dem Vorfall zeigten, dass die Rakete aus ukrainisch kontrolliertem Gebiet angeflogen kam. Im zweiten Absatz des Spiegel-Artikels kann man bis heute lesen:

„Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj veröffentlichte auf Instagram ein kurzes Video, das den Moment der Explosion in dem belebten Viertel zeigen soll:“

Entscheidend sind die Doppelpunkte am Ende des Absatzes. In der ursprünglichen Version des Spiegel-Artikels, den man immer noch im Internetarchiv einsehen kann, folgt darauf der Link zu dem Video. Diesen Link hat der Spiegel noch am selben Tag wieder entfernt, ohne jedoch die Doppelpunkte auch zu entfernen.

Der Spiegel-Artikel heute
Der Spiegel-Artikel in seiner ursprünglichen Version

Das Video zeigte nämlich eindeutig, dass die Rakete von ukrainisch kontrolliertem Gebiet kam. Die Menschen haben die Rakete anfliegen gehört und ihre Köpfe dabei in Richtung Nordwesten, also in Richtung der ukrainischen Stellungen, gedreht. Das war so eindeutig, dass sogar der nicht als Russland-Freund bekannte Bild-Redakteur Julian Röpcke schon am Tag des Unglücks eingestanden hat, dass die Rakete aus Richtung der ukrainischen Armee gekommen ist. Darüber hat allerdings nur RT-DE berichtet, die deutschen Mainstream-Medien haben das verschwiegen oder sogar bestritten und, wie beispielsweise der Spiegel, auch gleich das Beweisvideo wieder aus ihren Artikeln entfernt.

Bei weitem nicht das erste Mal

Die Ukraine beschießt oft ihre eigene Bevölkerung, vor allem, wenn ihr das aus politischen und propagandistische Gründen nötig erscheint. Die westlichen Medien spielen das Spiel mit und beschuldigen jedes Mal Russland, anstatt die offensichtlichen ukrainischen Kriegsverbrechen gegen die eigene Bevölkerung aufzudecken und anzuprangern.

Als Beispiel sei die Zeit Anfang April 2022 genannt. Ende März 2022 hatten sich Russland und die Ukraine weitegehend auf die Konditionen für einen Waffenstillstand geeinigt, was dem US-Westen aber nicht gefiel. Daher machte der Westen Druck auf Kiew, denn das Ziel des US-geführten Westens war und ist es, Russland in der Ukraine eine „strategische Niederlage“ zuzufügen, wie damals und heute immer wieder ganz offiziell erklärt wird. Daher war ein Waffenstillstand aus Sicht des Westens nicht willkommen.

Daraufhin erschienen Anfang April plötzlich Meldungen über das angebliche russische Kriegsverbrechen in Butscha. Wie immer ist die Chronologie interessant, denn die russische Armee hatte Butscha am 30. März geräumt. Am 31. März meldete der Bürgermeister von Butscha in einer Videobotschaft glücklich lächelnd die Befreiung von Butscha, ohne ein Wort über die angeblich seit zwei Wochen in den Straßen liegenden Leichen zu verlieren. Am 2. April filmte die ukrainische Polizei, wie sie in die Stadt eingerückt ist und mit Passanten gesprochen hat. Auch dabei waren auf den Straßen keine Leichen zu sehen und auch die Passanten erwähnten keine Leichen und kein Massaker. Dafür meldeten ukrainische Medien allerdings am gleichen Tag, dass Einheiten der Ukraine in Butscha eine „Säuberungsaktion“ in Butscha durchführen würden, um die Stadt von „Komplizen Russlands“ zu säubern.

Und einen Tag später, am 3. April 2022, wurden plötzlich die hunderten Leichen auf den Straßen von Butscha gemeldet, die alle weiße Armbinden, also das Erkennungszeichen der russischen Armee trugen, und die die Russen angeblich umgebracht haben sollen. Die Details dazu, inklusive der Videos, die nicht noch nicht aus dem Netz gelöscht sind, finden Sie hier.

Um die ukrainische Regierung – und vor allem die ukrainische und weltweite Öffentlichkeit – von der Idee eines Waffenstillstands abzubringen, wurde noch nachgelegt. Am 8. April 2022 wurde ein Raketenangriff auf den Bahnhof der ukrainisch kontrollierten Stadt Kramatorsk gemeldet, wobei mindestens 30 Menschen getötet wurden und natürlich wurden ebenfalls sofort die Russen beschuldigt.

Allerdings haben westliche Nachrichtenagenturen die Trümmerteile der Rakete fotografiert, wobei die Seriennummer der Rakete deutlich zu sehen war. Und die Seriennummer wies die Rakete eindeutig als ukrainische Rakete aus, was westliche Medien allerdings verschwiegen haben.

Morden für die Fortsetzung des Krieges

Von einem Waffenstillstand war nach diesen „russischen Kriegsverbrechen“, um die sich damals alle Schlagzeilen der westlichen Medien drehten, natürlich keine Rede mehr. Und um das zu unterstreichen, reiste der damalige britische Premierminister Johnson am 9. April nach Kiew und machte Selensky klar, dass er gefälligst weiterkämpfen müsse.

Als Motivation hatte Johnson das bis dahin größte Militärhilfepaket aus London in Höhe von 100 Millionen Pfund für die Fortsetzung des Kampfes gegen Russland dabei.

Daraufhin zog Kiew den von der Ukraine selbst unterbreiteten Waffenstillstandsvorschlag wieder zurück und Selensky verkündete vor der Presse plötzlich, dass die Entscheidung auf dem Schlachtfeld fallen müsse. Von Verhandlungen war danach über ein Jahr lang weder im Westen noch in Kiew die Rede, erst seit Sommer 2023 gibt es einige verhaltene Stimmen, die sich für Verhandlungen aussprechen, weil klar ist, dass Russland auf dem Schlachtfeld nicht besiegt werden kann. Aber von Verhandlungen sind wir noch weit entfernt, obwohl die Kämpfe schon im April 2022 hätten enden können.

Der 6. September 2023

Am 6. September 2023 wurde dann der angeblich russische Raketenangriff auf Konstantinowka gemeldet. Es war das gleiche Spiel wie bei Kramatorsk, denn wie es der Zufall wollte, war an dem Tag, übrigens für die Öffentlichkeit überraschend, US-Außenminister Blinken in Kiew. Über die wahren Gründe seines Besuches wurde im Westen nicht berichtet, die können Sie hier nachlesen.

Der Öffentlichkeit wurden bei dem Besuch die üblichen Bilder der Einigkeit zwischen Kiew und dem Westen gezeigt und Blinken verkündete ein weiteres, wenn auch kleines, militärisches Hilfspaket der USA.

Da der wahre Grund für Blinkens Besuch ein anderer war – Selensky hatte die Biden-Regierung extrem verärgert – brauchte es wieder eine mediale Ablenkung. Und wie es der Zufall wollte, meldete Kiew während des Blinken-Besuches den angeblich russischen Raketenangriff auf Konstantinowka.

Wer hat die Rakete abgefeuert?

Dass die Rakete von der ukrainischen Armee abgefeuert wurde, war sofort klar. Und auch die westlichen Medien wussten es sofort, wie die Löschung des ursprünglich im Spiegel-Artikel verlinkten Videos noch am gleichen Tag gezeigt hat.

Die New York Times hat dazu nun einen Artikel veröffentlicht, in dem sie das eingestanden, aber von versehentlichem ukrainischem Beschuss berichtet hat. An letzterem kann man berechtigte Zweifel haben, denn die New York Times berichtet, eine Buk-Flugabwehrrakete sei dort eingeschlagen. Das wäre ein klarer Hinweis auf eine Fehlfunktion der Rakete, denn eine Buk ist nicht dazu geeignet, Bodenziele anzugreifen.

Allerdings haben die bisherigen Berichte von einer Flugabwehrrakete vom Typ S-300 berichtet. Im Gegensatz zur Buk kann man die so programmieren, dass sie auch Bodenziele gezielt angreifen kann, was die Ukraine schon mehrfach getan hat. Wenn es sich bei der fraglichen Rakete also um eine S-300 handelt, ist davon auszugehen, dass sie gezielt auf den Marktplatz abgefeuert wurde, um Schlagzeilen über einen angeblichen russischen Angriff auf Zivilisten zu produzieren, denn dass die S-300 rein zufällig durch eine Fehlfunktion zielgenau auf einen belebten Marktplatz fällt, ist extrem unwahrscheinlich.

Die New York Times schreibt als Beleg für die Buk-These:

„Nach dem Angriff erklärte die ukrainische Regierung, die russischen Streitkräfte hätten eine Rakete von einem S-300-Luftabwehrsystem abgefeuert, das Russland sowohl zum Abfangen von Flugzeugen als auch zum Angreifen von Zielen am Boden einsetzt. Eine S-300-Rakete trägt jedoch einen anderen Sprengkopf als die, die in Kostiantinowka explodierte.
Die Metallfassaden der Gebäude, die der Explosion am nächsten lagen, waren mit Hunderten von quadratischen oder rechteckigen Löchern durchlöchert, die wahrscheinlich von würfelförmigen Objekten stammen, die von der Rakete heraus geschleudert wurden.“

Es stimmt, dass die S-300 einen anderen Sprengkopf als die Buk trägt, aber die Funktionsweise ist die gleiche. Beide Raketen verfügen über einen Splittersprengkopf, der neben einem Flugzeug explodieren soll, um das Ziel durch hunderte kleine Metallschrapnelle zu zerstören. Das bedeutet, dass sich das Schadensbild, das die beiden Raketen bei ihrer Explosion verursachen, identisch ist: Beide Raketen schleudern kleine Schrapnelle heraus, die alles im Umkreis durchlöchern.

Die von der New York Times als Beweis angeführten und im Artikel im Bild gezeigten kleinen Löcher beweisen daher gar nichts, denn an den Löchern lässt sich nicht feststellen, welche der beiden Raketen sie verursacht hat. Und Raketenteile, die die Reporter der New Times angeblich gesehen haben wollen, die auf eine Buk hinweisen, werden in dem Artikel zwar im Text erwähnt, aber nicht auf Fotos gezeigt. Das ist merkwürdig, denn in dem Artikel werden viele Fotos gezeigt, die die These des Artikels untermauern sollen. Aber der einzige echte Beweis, also ein eindeutig identifizierbares Trümmerteil der Rakete, wird in dem Artikel nur erwähnt, aber nicht im Bild gezeigt.

Der Vollständigkeit halber habe ich den Artikel der New York Times komplett übersetzt, damit Sie sich ein eigenes Bild machen können.

Beginn der Übersetzung:

VISUELLE UNTERSUCHUNGEN: Beweise legen nahe, dass eine ukrainische Rakete die Markttragödie verursachte

Zeugenaussagen und eine Analyse von Videoaufnahmen und Waffenteilen deuten darauf hin, dass eine ukrainische Rakete ihr beabsichtigtes Ziel verfehlte und in einer belebten Straße landete – mit verheerenden Folgen.

Der Raketenangriff am 6. September auf Kostantinowka in der Ostukraine war einer der tödlichsten in dem Land seit Monaten, bei dem mindestens 15 Zivilisten getötet und mehr als 30 weitere verletzt wurden. Die mit Metallsplittern beladene Rakete schlug auf einem Markt ein, durchschlug Fenster und Wände und verwundete einige Opfer bis zur Unkenntlichkeit.

Weniger als zwei Stunden später machte Präsident Wladimir Selensky russische „Terroristen“ für den Angriff verantwortlich, und viele Medien schlossen sich dieser Meinung an. Während seiner Invasion in der Ukraine hat Russland wiederholt und systematisch Zivilisten, Schulen, Märkte und Wohnhäuser angegriffen, um der Bevölkerung Angst einzujagen. In Kostiantinowka wurden im April Häuser und eine Vorschule beschossen, wobei sechs Menschen ums Leben kamen.

Die von der New York Times gesammelten und analysierten Beweise, darunter Raketensplitter, Satellitenbilder, Zeugenaussagen und Beiträge in den sozialen Medien, deuten jedoch stark darauf hin, dass der katastrophale Angriff das Ergebnis einer fehlgeleiteten ukrainischen Luftabwehrrakete war, die von einem Buk-Raketensystem abgefeuert wurde.

Der Angriff scheint ein tragisches Missgeschick gewesen zu sein. Luftverteidigungsexperten zufolge können Raketen wie diejenige, die auf dem Markt einschlug, aus verschiedenen Gründen vom Kurs abkommen, z. B. durch eine elektronische Fehlfunktion oder eine Lenkflosse, die beim Start beschädigt oder abgeschert wurde.

Das wahrscheinliche Versagen der Rakete ereignete sich inmitten der Gefechte, die sich in der Umgebung abspielten. Russische Streitkräfte hatten Kostiantinowka in der Nacht zuvor beschossen; ukrainischer Artilleriebeschuss aus der Stadt wurde in einer lokalen Telegram-Gruppe nur wenige Minuten vor dem Angriff auf den Markt gemeldet.

Ein Sprecher der ukrainischen Streitkräfte sagte, der Geheimdienst des Landes untersuche den Vorfall und könne sich nach nationalem Recht nicht weiter dazu äußern.

Die ukrainischen Behörden versuchten zunächst, Journalisten der Times den Zugang zu den Raketentrümmern und dem Einschlagsgebiet unmittelbar nach dem Einschlag zu verwehren. Doch schließlich gelang es den Reportern, zum Schauplatz vorzudringen, Zeugen zu befragen und Überreste der eingesetzten Waffe einzusammeln.

Der Angriff

Aufnahmen von Sicherheitskameras zeigen, dass die Rakete in Kostiantinowka aus Richtung des von der Ukraine gehaltenen Gebiets und nicht von den russischen Linien einschlug.

Als das Geräusch der sich nähernden Rakete zu hören ist, scheinen mindestens vier Fußgänger gleichzeitig ihre Köpfe in Richtung des ankommenden Geräuschs zu drehen. Sie schauen in die Kamera – in Richtung des ukrainisch kontrollierten Gebiets. Wenige Augenblicke vor dem Einschlag ist die Reflektion der Rakete zu sehen, als sie über zwei geparkte Autos hinwegfliegt, was zeigt, dass sie aus nordwestlicher Richtung kommt.

Der Gefechtskopf der Rakete detoniert kurz vor dem Einschlag einige Meter über dem Boden und schleudert Metallfragmente heraus. Der entstandene Krater und die Schäden, die sich vom Detonationspunkt aus erstrecken, passen zu einer Rakete, die aus nordwestlicher Richtung kam, so ein Sprengstoffexperte und eine Analyse der Times.

Ein mutmaßlicher ukrainischer Startplatz

Weitere Beweise zeigen, dass das ukrainische Militär wenige Minuten vor dem Angriff zwei Boden-Luft-Raketen von der Stadt Druschkiwka, 10 Meilen nordwestlich von Kostiantinowka, in Richtung der russischen Frontlinie abgeschossen hat.

Reporter der Times befanden sich in Druschkiwka, als sie um 14.00 Uhr den Abschuss einer Rakete hörten, dem wenige Minuten später eine zweite folgte. Zufällig nahm ein Mitglied des Teams den ersten Abschuss in einer Sprachnachricht auf.

Einwohner von Druschkiwka meldeten in einer lokalen Telegrammgruppe ebenfalls einen Raketenabschuss zu dieser Zeit. „Noch einer“, hieß es in einem Beitrag um 14:03 Uhr, der sich auf einen zweiten Raketenstart bezog. Anwohner in der Nähe der Raketenstarts beschrieben diese als ungewöhnlich laut – jenseits der Kriegsgeräusche, an die sie sich gewöhnt haben – was sich mit Zeugenaussagen über frühere Buk-Starts deckt.

Der Zeitpunkt dieser Abschüsse stimmt mit der Zeitspanne überein, in der die Rakete auf dem Markt in Kostiantinowka einschlug, nämlich um 14:04 Uhr.

Außerdem sagten zwei Zeugen, die mit der Times sprachen, sie hätten gesehen, wie die Raketen zum Zeitpunkt des Einschlags von Druschkiwka aus in Richtung der russischen Frontlinie abgefeuert wurden; einer von ihnen sagte, er habe die Raketen in Richtung Kostiantinowka fliegen sehen. Ein ukrainischer Soldat, der in Druschkiwka stationiert ist und anonym bleiben möchte, sagte ebenfalls, er habe etwa zur gleichen Zeit zwei Raketenabschüsse gehört.

Einer der Zeugen sagte auch, dass die Raketen von Feldern am Rande der Stadt abgeschossen wurden, einem Ort, der nach Angaben von Anwohnern vom ukrainischen Militär genutzt wird und von dem aus sie schon früher Luftabwehrraketen gesehen haben.

Times-Reporter, die den Ort besuchten, sahen Anzeichen dafür, dass er kürzlich vom Militär genutzt wurde, darunter Gräben, Abfallgruben und breite Spuren, die zu einem großen Militärfahrzeug passen.

Ein weiteres wichtiges Indiz: Brandspuren. Verschiedene bodengestützte Luftabwehrraketen werden vom Heck eines großen Fahrzeugs abgefeuert und verbrennen beim Abschuss die umliegende Grasnarbe. Die Analyse von Satellitenbildern, die vorher und nachher aufgenommen wurden, zeigt neue Brandspuren rund um die Gräben am Tag des Angriffs, was möglicherweise darauf hindeutet, dass der Ort für den Abschuss von Raketen genutzt wurde.

Die Rakete

Nach dem Angriff erklärte die ukrainische Regierung, die russischen Streitkräfte hätten eine Rakete von einem S-300-Luftabwehrsystem abgefeuert, das Russland sowohl zum Abfangen von Flugzeugen als auch zum Angreifen von Zielen am Boden einsetzt. Eine S-300-Rakete trägt jedoch einen anderen Sprengkopf als die, die in Kostiantinowka explodierte.

Die Metallfassaden der Gebäude, die der Explosion am nächsten lagen, waren mit Hunderten von quadratischen oder rechteckigen Löchern durchlöchert, die wahrscheinlich von würfelförmigen Objekten stammen, die von der Rakete heraus geschleudert wurden.

Die Messungen der Löcher – und der am Tatort gefundenen Fragmente – stimmen in Größe und Form mit einer bestimmten Waffe überein: der 9M38-Rakete, die von dem mobilen Buk-Flugabwehrfahrzeug abgefeuert wird. Es ist bekannt, dass die Ukraine das Buk-System einsetzt, ebenso wie Russland.

Einige der Löcher sind weniger als 10 Millimeter breit, während andere etwas größer sind. Die 9M38 enthält zwei verschiedene Größen von kubischen Vollmetallfragmenten: acht Millimeter und 13 Millimeter Durchmesser.

Ein Reporter der Times untersuchte auch andere Raketensplitter, die an verschiedenen Orten in der Ukraine gefunden wurden und von russischen S-300-, S-400- und Buk-Luftabwehrsystemen sowie von zwei verschiedenen amerikanischen Luftabwehrsystemen abgefeuert worden waren. Deren Formen und Messungen zeigen, dass der Schaden auf dem Markt höchstwahrscheinlich von einer 9M38 verursacht wurde.

Zwei unabhängige Experten für militärische Bombenentschärfung, die anonym bleiben wollten, um offen sprechen zu können, kamen zu demselben Schluss und erklärten, dass die Fragmente und Schäden an der Einschlagsstelle am ehesten mit einer 9M38 übereinstimmen.

Mehrere Zeugen hörten oder sahen, wie die ukrainischen Streitkräfte zum Zeitpunkt des Einschlags auf dem Markt Boden-Luft-Raketen von Druschkiwka in Richtung Kostiantinowka abfeuerten. Und die auf dem Markt gesammelten Beweise zeigen, dass die Rakete aus dieser Richtung kam.

Warum die Rakete, die eine maximale Reichweite von etwas mehr als 17 Meilen hat, in Kostiantinowka gelandet sein könnte, ist unklar – es ist jedoch möglich, dass sie eine Fehlfunktion hatte und abstürzte, bevor sie ihr beabsichtigtes Ziel traf.

In jedem Fall ist es sehr wahrscheinlich, dass die Rakete bei einer so geringen Reichweite – weniger als 10 Meilen – mit nicht verbrauchtem Treibstoff in ihrem Raketenmotor gelandet ist, der beim Aufprall detoniert oder verbrannt wäre, was eine mögliche Erklärung für die weit verbreiteten Brandspuren auf dem Markt darstellt.

Ende der Übersetzung