Bloomberg: Die USA werden wohl nicht vor Ende September eine Entscheidung über Angriffe mit ihren Waffen tief in das russische Hinterland treffen
Nach Angaben der Agentur sagte der britische Außenminister David Lammy, dass die Generalversammlung die „nächste Gelegenheit“ sein wird, um das Thema zu diskutieren
Eine Entscheidung über den Einsatz von US-Waffen, um tief in russischen Gebiete zu schießen, wird wahrscheinlich nicht vor den allgemeinen politischen Diskussionen der UN-Generalversammlung, auch bekannt als High Level Week, getroffen werden. Das meldete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch.
Das wichtigste Ereignis der Generalversammlung ist traditionell die High Level Week, während der die Diskussionen am Rande der Versammlung vom 24. bis 30. September mit einer Unterbrechung am 29. September stattfinden werden.
Laut Bloomberg bestätigte auch der britische Außenminister David Lammy die Informationen der Agentur und merkte an, dass die Generalversammlung die „nächste Gelegenheit“ sein werde, um das Thema zu diskutieren.
Gleichzeitig stellt die Agentur fest, dass US-Präsident Joe Biden bis dahin seine Meinung über den Einsatz amerikanischer Waffen geäußert haben könnte. Die US-Regierung sieht sich dem Druck einiger NATO-Verbündeter ausgesetzt, eine „aggressivere Haltung“ einzunehmen, so Bloomberg.
Zuvor hatte Blinken auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit den britischen und ukrainischen Außenministern Lammy und Andrej Sibiga in Kiew erklärt, dass die USA den Faktor einer möglichen Eskalation der Lage in der Ukraine aufgrund von Gesprächen mit der Kiewer Regierung über Angriffe mit westlichen Waffen tief auf russisches Territorium in Betracht ziehen.
Kremlsprecher Dmitrij Peskow hatte zuvor auf eine TASS-Anfrage erklärt, der Westen habe höchstwahrscheinlich bereits beschlossen, Kiew zu erlauben, russisches Gebiet mit Langstreckenraketen anzugreifen. In den Medien werde diese Entscheidung jedoch noch nicht offiziell bekannt gegeben, sagte er.
Übersetzung aus der russischen Nachrichtenagentur TASS