Deutschland war 2023 in der Rezession, denn die Wirtschaftsleistung ist 2023 um 0,2 Prozent geschrumpft. Deutsche Medien klammern sich bei den Wirtschaftszahlen an jeden Strohhalm, weshalb das leichte Wachstum der deutschen Wirtschaft von 0,2 Prozent im ersten Quartal 2024 von vielen deutschen Medien schon als Trendwende verkauft wurde.

Aber natürlich gab es keine Trendwende, denn die hausgemachten Probleme der deutschen Wirtschaft sind ungelöst. Die dank der anti-russischen Politik explodierten Energiepreise machen die Industrieproduktion in vielen Branchen der deutschen Wirtschaft unrentabel. In Deutschland läuft eine Deindustrialisierung, denn viele Firmen gehen entweder pleite oder verlagern ihre Produktion ins Ausland, vor allem in die USA, die bei den Energiepreisen mit saftigen Subventionen locken.

Hinzu kommt die vollkommen irrsinnige Wirtschaftspolitik der Bundesregierung unter Federführung von Kinderbuchautor Habeck, der aus unverständlichen Gründen den Wirtschaftsminister spielen darf, während Deutschland durch die schwerste Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit geht. Seine Politik befeuert die Preissteigerungen von Energie und baut weitere bürokratische Hürden auf.

Dass die Bundesregierung es wichtiger findet, zweistellige Milliardenbeträge in der Ukraine zu versenken und für Rüstung auszugeben, anstatt beispielsweise gegen den Wohnraummangel vorzugehen, führt dazu, dass die wichtige Baubranche in Deutschland am Boden liegt. Die Liste der hausgemachten Probleme ist ellenlang.

Dass die Lage eine Folge der unsinnigen Politik der Bundesregierung ist, kann man auch daran sehen, dass Deutschland unter den Industrienationen das Schlusslicht beim Wirtschaftswachstum ist. Andere westliche Länder, die auch unter der schädlichen anti-russischen Politik leiden, machen nicht so viele Fehler, wie die Bundesregierung, denn der Spiegel meldet in seiner Eilmeldung mit der Überschrift „Deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal überraschend geschrumpft“, dass Länder wie Frankreich oder Spanien immerhin noch ein geringes Wirtschaftswachstum haben.

Man fragt sich jedoch, was genau der Spiegel daran, dass die Wirtschaft in Deutschland auch weiterhin schrumpft, „überraschend“ findet. Angesichts der irren Politik der Bundesregierung und der EU ist daran gar nichts überraschend, überraschend war eher, dass es im ersten Quartal ein leichtes Plus gegeben hat.

Und auch die weiteren Aussichten sind bescheiden, wie der Spiegel schreibt:

„Die Aussichten für einen Aufschwung in Deutschland in der zweiten Jahreshälfte sind derzeit eingetrübt. So sank der Ifo-Geschäftsklimaindex – der als wichtigster Frühindikator für Europas größte Volkswirtschaft gilt – im Juli bereits den dritten Monat in Folge. Für das dritte Quartal erwartet das Ifo kaum Besserung. »Die deutsche Wirtschaft steckt in der Krise fest«, sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Konjunkturumfragen, zu den aktuellen Zahlen.“

Dann schreibt der Spiegel noch, dass die Bundesregierung für 2024 insgesamt mit einem leichten Plus von 0,3 Prozent rechnet. Nur, wie das angesichts der Lage und der trüben Aussichten zustande kommen soll, hinterfragt der Spiegel nicht.