Szijjarto: Ungarn fordert Erklärungen von Brüssel zu den Vorbereitungen der EU auf einen Krieg mit Russland
Der ungarische Außenminister wartet auf Antwort der EU-Kommission, warum die europäischen Länder jetzt einen 72-Stunden-Überlebensplan ausarbeiten BUDAPEST, 28. März. /TASS/. Ungarn wartet auf eine Antwort der EU-Führung auf die Frage, warum sie den Konflikt in der Ukraine fortsetzen will und sich auf einen Krieg mit Russland vorbereitet. Das erklärte der ungarische Außenminister Peter Szijjarto im […]
Der ungarische Außenminister wartet auf Antwort der EU-Kommission, warum die europäischen Länder jetzt einen 72-Stunden-Überlebensplan ausarbeiten
BUDAPEST, 28. März. /TASS/. Ungarn wartet auf eine Antwort der EU-Führung auf die Frage, warum sie den Konflikt in der Ukraine fortsetzen will und sich auf einen Krieg mit Russland vorbereitet. Das erklärte der ungarische Außenminister Peter Szijjarto im Zusammenhang mit den Aufforderungen Brüssels an die Bevölkerung der europäischen Länder, für den Fall eines bewaffneten Konflikts mit Russland Vorräte an Wasser, Nahrungsmitteln und Medikamenten für 72 Stunden anzulegen.
„Zu Beginn des 21. Jahrhunderts stellen sich die Europäer die berechtigte Frage, warum sie ein Überlebenspaket für von 72 Stunden anlegen sollen. Und wenn wir versuchen, eine Erklärung dafür zu finden, dann können wir leider zu dem Schluss kommen, dass Brüssel sich auf einen Krieg vorbereitet“, sagte der Außenminister in einer Videobotschaft auf Facebook.
„Wir warten auf eine Antwort der EU-Kommission auf die Frage, warum wir jetzt einen 72-Stunden-Überlebensplan entwickeln müssen. Warum will Brüssel den Krieg [in der Ukraine] fortsetzen, während die Friedensbestrebungen einen sehr ermutigenden Charakter annehmen?“ sagte Szijjarto.
Zuvor hatte der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban in einem Kommentar zu den Forderungen Brüssels nach dem Anlegen von 72-Stunden-Reserven zum Überleben in einem Konflikts ebenfalls seine Überzeugung zum Ausdruck gebracht, dass „Brüssel sich auf einen Krieg vorbereitet“.
Ungarn ruft dazu auf, die Friedensbemühungen nicht zu behindern
Szijjártó sagte, als er zum ersten Mal von diesen Empfehlungen aus Brüssel hörte, habe er sie für „eine Art Trolling oder einen Scherz“ gehalten. Allerdings stellte sich heraus, dass das überhaupt kein Scherz war. Die EU-Kommissarin für Krisenmanagement und Gleichstellung, Hadja Labib, hat tatsächlich die Notfallstrategie der EU für Konflikte und Krisen vorgestellt, die entsprechende Empfehlungen enthält.
„Seit Donald Trump sein Amt angetreten hat, sind die Chancen für einen Waffenstillstand und ernsthafte Friedensgespräche gestiegen, doch Brüssel hat sich diesen Friedensbemühungen konsequent widersetzt, obwohl sie nur ein Ziel haben: dass so schnell wie möglich wieder Frieden in Europa herrscht“, sagte der Minister.
Er betonte, dass Russland „für keinen Mitgliedstaat der EU oder der NATO eine Bedrohung darstellt“. „Wenn Brüssel nun die Völker Europas auffordert, ein Überlebenspaket anzulegen, bedeutet das, dass Brüssel selbst die Kriegshandlungen ausweiten will“, sagte Szijjártó. Er wies darauf hin, dass die Absicht, den Konflikt in der Ukraine fortzusetzen, bei den Treffen der Staats- und Regierungschefs der EU-Länder deutlich werde, bei denen regelmäßig Entscheidungen über Waffenhilfe für Kiew getroffen würden.
„Die wissen, dass das der einzige Weg ist, der Verantwortung für drei Jahre gescheiterter Politik gegenüber der Ukraine zu entgehen“, meint der Außenminister. Ihm zufolge will die EU-Führung die äußerst unangenehme Frage nicht beantworten, wofür das der Ukraine zugewiesene Geld ausgegeben wurde. „Wo ist das Geld, das aus den Steuerzahlungen der europäischen Wähler nach Kiew und in die Ukraine gelangte?“ fragte Szijjarto.
„Wir Ungarn setzen uns weiterhin für den Frieden ein und fordern die EU-Kommission in Brüssel auf, die Friedensbemühungen von Donald Trump nicht zu behindern, sondern zu unterstützen“, betonte der Minister und fügte hinzu, er freue sich auf die Antwort der EU-Kommission.