Angriffe auf Tanker mit Ziel Russland häufen sich
Ich habe oft genug berichtet, wie die Staaten Europas mit ihren Provokationen in der Ostsee und weltweit gegen Handelsschiffe mit Ziel Russland einen Krieg mit Russland provozieren, weil es nur eine Frage der Zeit ist, bis Russland sich diese Methoden nicht mehr gefallen lässt und zurückschlägt. Davor wurde aus Moskau auch bereits deutlich gewarnt. Bei […]
Ich habe oft genug berichtet, wie die Staaten Europas mit ihren Provokationen in der Ostsee und weltweit gegen Handelsschiffe mit Ziel Russland einen Krieg mit Russland provozieren, weil es nur eine Frage der Zeit ist, bis Russland sich diese Methoden nicht mehr gefallen lässt und zurückschlägt. Davor wurde aus Moskau auch bereits deutlich gewarnt. Bei Interesse finden Sie hier die Chronologie der Provokationen.
Übrigens begründen die europäischen Staaten ihre Maßnahmen gegen Handelsschiffe mit Ziel Russland und ihren massiven Truppenaufmarsch an Russlands Grenze und die Verstärkung ihrer Kriegsschiffe in der Ostsee unter anderem damit, dass die Handelsschiffe im Auftrag Russlands in der Ostsee Unterwasser-Infrastruktur wie Datenkabel und ähnliches zerstören würden. Das ist es zumindest, was Politik und Medien in Europa behaupten, während ich immer wieder darauf hingewiesen habe, dass es dafür keinen einzigen Beleg gibt und dass solche Schäden immer vorgekommen sind und natürliche Ursachen haben. Sie haben früher nur nie für Schlagzeilen gesorgt.
Nun hat auch der finnische Geheimdienst eingestanden, dass Russland damit nichts zu tun hat. Der Chef des finnischen Geheimdienstes hat am Mittwoch letzter Woche in einem Gespräch mit der Zeitung Suomen Kuvalehti überraschend erklärt, dass keinerlei Belege für eine Beteiligung Moskaus an den Schäden in der Ostsee der letzten Jahre gefunden wurden:
„Unser Ergebnis ist, dass es im Hintergrund keine absichtliche Aktivität des russischen Staates gab. Das ist eine Ansicht, die unter den europäischen Diensten breit geteilt wird.“
Diese Meldung hat, wenn man sie in Suchmaschinen sucht, in europäischen Medien keinerlei Echo ausgelöst. Es gab sie in Europa einfach nicht, das wurde komplett verschwiegen.
Aber inzwischen behauptet die EU auch, dass die Russland ansteuernden Handelsschiffe der sogenannten „Schattenflotte“ alt seien und eine Gefahr für die Seefahrt darstellen, was natürlich nur ein konstruierter Vorwand für die Piraterie der EU ist, denn bevor die EU ihre Sanktionen eingeführt hat, hat diesen Schiffen niemand vorgeworfen, nicht seetüchtig oder ein Gefahr für die Umwelt zu sein.
Auch der Vorwurf, die Schiffe seien nicht versichert, ist Unsinn. Wegen der westlichen Sanktionen dürfen westliche Versicherungsgesellschaften sie nicht mehr versichern, aber es gibt ja auch noch andere Versicherungsgesellschaften. Und schließlich würde kein Reeder seine Dutzende oder Hunderte Millionen Dollar teureren Schiffe unversichert auf den Weltmeeren herumfahren lassen.
Die EU weitert die Piraterie aus
Aber diese an den Haaren herbeigezogenen Vorwände führen die europäischen Staaten an, wenn sie in der Ostsee Schiffe mit dem Ziel Russland kapern und beschlagnahmen. Waren das im vergangenen Jahr noch Einzelfälle, so häufen die sich jetzt, was absehbar war, weil die Staaten Europas sich auch juristische Vorwände dafür gebastelt und angekündigt haben, die Ostsee für den russischen Handel de facto zu blockieren, worauf Russland irgendwann reagieren muss.
Für eine solche Blockade der Ostsee für Schiffe mit dem Ziel Russland muss man nicht alle Schiffe kapern, es genügt, wenn man regelmäßig einzelne Schiffe einfängt, damit die Reeder irgendwann russische Ostseehäfen aus der Angst meiden, die Europäer könnten auch ihre Schiffe einfach auf See klauen. Es geht also um das Verbreiten von Angst unter den internationalen Reedereien.
Und genau das passiert gerade, denn im März hat Schweden schon zwei Schiffe gekapert und in seine Häfen gezwungen. Am 6. März hat Schweden mithilfe von Hubschraubern und Spezialeinheiten den unter guineischer Flagge fahrenden Frachter Caffa abgefangen, der von der Ukraine sanktioniert wurde und der sogenannten „Schattenflotte“ zugerechnet wird. Das Schiff soll früher Getreide transportiert haben, das die Ukraine als ihr Getreide bezeichnet.
Am 12. März hat die schwedische Küstenwache den unter der Flagge der Komoren fahrenden Tanker Sea Owl I angehalten, weil er angeblich eine „Gefahr für die Sicherheit auf See und die Umwelt“ darstelle, und weil er auf den Sanktionslisten der EU und Großbritanniens steht. Dem Schiff wurde die Weiterfahrt unter diesen Vorwänden verboten und es liegt nun in einem schwedischen Hafen fest.
EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas erklärte am 16. März im Anschluss an das Treffen der EU-Außenminister auf einer Pressekonferenz, die EU begrüße die Beschlagnahmungen ausländischer Tanker mit russischem Öl durch EU-Staaten und betrachte diese Maßnahmen als das wirksamste Mittel, um Druck auf Russland auszuüben:
„Als Reaktion auf die Lockerung der US-Sanktionen gegen russisches Öl beabsichtigt die EU, ihre Sanktionen aufrechtzuerhalten und weiterhin russische Energieressourcen abzulehnen. Die Erhöhung des Drucks auf die Schattenflotte ist eine der wirksamsten Waffen der EU. Ich begrüße die Maßnahmen Frankreichs, Belgiens und Schwedens zur Abfangung und Festsetzung von Tankern.“
Die EU will im 20. Sanktionspaket, das sie schon im Februar beschließen wollte, was aber an Ungarns Veto wegen dem Streit um die Druschba-Pipeline gescheitert ist, Bestimmungen einführen, die die EU-Länder als Vorwand für die Beschlagnahmung von Tanker von Drittstaaten in neutralen Gewässern nutzen sollen.
Die EU eskaliert also sehr gezielt und will offenbar eine militärische Reaktion Russlands provozieren, denn die faktische Blockade eines Hafens fügt dem betroffenen Land großen wirtschaftlichen Schaden zu und ist ein Kriegsakt. Und die Ostsee für Schiffe mit dem Ziel Russland zu blockieren,käme der Blockade des Hafens von St. Petersburg gleich, der einer der wichtigsten russischen Handelshäfen ist.
Wenn die EU regelmäßig Handelsschiffe mit Ziel Russland kapert, ist eine militärische Reaktion Russlands wohl nur eine Frage der Zeit.
Terror auf See
Kiew geht sogar noch weiter und greift immer häufiger Schiffe mit dem Ziel Russland an. Am 4. März wurde im Mittelmeer ein aus Russland kommender LNG-Tanker von ukrainischen Marinedrohnen angegriffen und schwer beschädigt, die Besatzung konnte sich retten. Dabei wurde so viel CO2 freigesetzt, wie 60.000 Haushalte im Jahr produzieren, ohne dass deutsche Medien in ihren Berichten darüber auch nur ein kritisches Wort fanden.
Am 14. März hat die Ukraine im Schwarzen Meer einen Öltanker mit einer Marinedrohne angegriffen und schwer beschädigt. Der Tanker gehört einer griechischen Reederei und wartete leer auf die Erlaubnis, im russischen Hafen Noworossijsk Öl aus Kasachstan für den US-Konzern Chevron zu laden.
Auch Kiew erhöht also, mit offensichtlicher Zustimmung der EU, die Schlagzahl und greift immer öfter Schiffe mit Ziel Russland an.
Es sei in diesem Zusammenhang an den Streit um das Getreideabkommen von 2022 erinnert. Damals haben westliche Medien Russland vorgeworfen, ukrainische Getreideexporte über das Schwarze Meer zu behindern und Frachtschiffe mit ukrainischen Getreide an Bord zu bedrohen. Im Gegensatz zu den inzwischen mehrfach vorgekommenen ukrainischen Angriffen im Schwarzen Meer auf Tanker mit dem Ziel Russland, gab es jedoch nicht einen einzigen Fall, in dem Russland ein aus der Ukraine kommendes Handelsschiff angegriffen hätte.
Die europäischen Staaten, die Kiew unterstützen und ohne dessen Zustimmung die Ukraine kaum solche Angriffe durchführen würde, setzen also auch hier auf Eskalation.