Der US-Finanzminister erklärte, die Europäer hätten eine gescheiterte Energiepolitik.

NEW YORK, 11. Oktober. /TASS/. Die Kritik europäischer Länder an den Vereinbarungen zwischen den USA und Russland über Lieferungen von Diesel sei vollkommen zynisch, erklärte der US-Finanzminister Scott Bessent.

„Die Europäer haben den Russen seit Beginn dieses Krieges mehr Geld gegeben als den Ukrainer, weil sie sich nicht von russischen Energieträgern lösen können. Sie haben eine gescheiterte Energiepolitik <…>. Daher sind ihre Erklärungen, wir dürften keine Maßnahmen zur Senkung der Dieselpreise ergreifen, absolut zynisch“, sagte er im Fernsehsender Fox News.

Am 9. Oktober haben der russische Präsident Wladimir Putin und der US-Präsident Donald Trump ein Telefongespräch geführt, in dem unter anderem über die Lieferung von Erdölprodukten erörtert wurde. Wie der russische Präsident mitteilte, bekräftigte die russische Seite ihre Bereitschaft, Erdöl und Erdölprodukte auf den amerikanischen und den Weltmarkt zu liefern. Nach Angaben des russischen Vizepremierministers Alexander Nowak beginnt Russland früher als geplant mit der Aufhebung des Exportverbots für Dieselkraftstoff, das Land sei bereit, im Oktober 300.000 Tonnen Diesel, im November 500.000 Tonnen und im Dezember eine Million Tonnen zu liefern sowie das Liefervolumen langfristig auf 3 Millionen Tonnen pro Monat zu steigern. Die US-Regierung nimmt Lieferungen von russischem Diesel auf den Weltmarkt bis zum 7. April 2027 von den US-Sanktionen aus.