Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius teilte mit, dass die Bauarbeiten bis 2031 abgeschlossen sein sollen.

BERLIN, 29. September. /TASS/. Die deutsche Regierung, die Bundeswehrführung und die Regierung des Bundeslandes Bremen haben sich auf einen Plan zur umfassenden Modernisierung des Hafens von Bremerhaven geeinigt, um diesen in einen zentralen Logistik-Knotenpunkt der NATO zu verwandeln, gab Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius nach der Unterzeichnung einer Absichtserklärung bekannt.

„Das ist die größte Investition hier“, erklärte Pistorius laut der Nachrichtenagentur dpa. Das Gesamtvolumen der Finanzierung durch den Bund beläuft sich auf rund 1,35 Milliarden Euro. Das Programm mit dem Titel „Deployment Hub Bremerhaven 2031“ (Verlege-Knotenpunkt Bremerhaven 2031) soll im Falle der Versetzung der Streitkräfte in volle Einsatzbereitschaft die schnelle Verlegung von Personal und militärischer Ausrüstung des Bündnisses sowohl über den Seehafen als auch über den Flughafen Bremen gewährleisten.

Der Hafen hat nach Angaben des Verteidigungsministers eine entscheidende Bedeutung für die Verteidigung im Ernstfall. „Zehntausende von Soldaten müssen untergebracht und versorgt werden. Fahrzeuge und Ausrüstung müssen ordnungsgemäß gewartet und betrieben werden“, betonte Pistorius. Die im Hafen eintreffende militärische Ausrüstung der Verbündeten müsse anschließend über Brücken, Straßen und Schienenwege weitertransportiert werden, fügte er hinzu.

Der Modernisierungsplan umfasst mehr als 40 Infrastrukturprojekte. Im Einzelnen ist im Hafen der Bau und die Modernisierung einer neuen Brücke für Schwerstlasten, mehrerer Stellflächen für Schwertransporter, eines Teils der Kaimauer, eines Verbindungskanals mit Drehbrücke sowie verschiedener Innenliegeplätze im Kaiserhafen geplant. Vorgesehen sind zudem die Vertiefung der Hafenbecken, der Bau einer neuen Feuerwache sowie der Ausbau der Straßen- und Gleisanlagen. Auch der Flughafen Bremen soll profitieren, insbesondere durch die Erweiterung der Logistikflächen.

Wie Bremens Regierungschef Andreas Bovenschulte mitteilte, stellt der Senat für diese Vorhaben 200 Millionen Euro bereit, der übrige Teil soll durch private Investoren finanziert werden. Die Bauarbeiten sollen noch in diesem Jahr beginnen und bis 2031 abgeschlossen sein.