Mark Rutte bezeichnete die Islamische Republik als europäischen „Hinterhof“.

BRÜSSEL, 30. September. /TASS/. NATO-Generalsekretär Mark Rutte bezeichnete den Iran als europäischen „Hinterhof“ und vertrat die Ansicht, dass Europa, und nicht die USA, den Krieg gegen die Islamische Republik hätte beginnen sollen, und der versprach, dass Europa dazu in Zukunft in der Lage sein werde. Das sagte er auf einer Konferenz zu militärischen Weltraumfragen in Brüssel.

„Die USA, und nur die USA, waren in der Lage, einen Schlag gegen die nuklearen Kapazitäten des Iran zu führen, die bald eine potenzielle Bedrohung nicht nur für Israel, sondern auch für Europa hätten darstellen können“, sagte der Generalsekretär. Auf die Nachfrage, ob er selbst daran glaube, versicherte Rutte, er tue das „absolut“.

„Aber das hätten wir (die Europäer, Anm. TASS) tun müssen, nicht die Amerikaner“, erklärte er mit Blick auf die Angriffe gegen den Iran. „Außerdem hätten wir es sein müssen, die Angriffe auf die Huthis [der jemenitischen Rebellenbewegung „Ansar Allah“] im Roten Meer durchführen“, fuhr der Generalsekretär fort.

„Und übrigens: Angesichts all der neuen Investitionen der europäischen Länder in den Militärsektor – erst 3,5 %, dann 5 % – bedeutet das, dass die Europäer sich in Zukunft selbst um ihren Hinterhof kümmern können“, behauptete er und fügte hinzu, dass Europa dies künftig „selbst tun“ werde. Rutte räumte allerdings ein, dass „nicht alle in der NATO“ diesen Ansatz teilten, doch das sei ihm „egal“. So wich er einer direkten Antwort auf die Frage des Moderators aus, was Europa angesichts der akuten Probleme durch hohe Energiepreise und den katastrophalen Mangel an Luftabwehrsystemen für die Ukraine, die als Folge des Krieges der USA und Israels gegen den Iran entstanden sind, tun solle.