Personen aus dem Umfeld von Kolomoisky haben zum zweiten Mal See-Terminal in der Region Odessa besetzt
Die bewaffneten Männer schlugen auf das Sicherheitspersonal ein und durchbrachen das Tor des Terminals mit einem Lastwagen, ein Wachmann wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert.
MOSKAU, 7. Oktober. /TASS/. Etwa 400 Personen haben zum zweiten Mal innerhalb einer Woche das See-Terminal „Boryvazh“ im Hafen der Region Odessa besetzt, das zuvor zu Strukturen gehörte, die mit dem ukrainischen Oligarchen Igor Kolomoisky in Verbindung stehen, berichtete „Regionalnyje Nowosti“ unter Berufung auf den Pressedienst des Unternehmens „Agroterminal Logistic“.
Das Unternehmen behauptet, die Besetzung hätten Leute von Kolomoisky selbst und seinem Partner Gennadi Bogoljubow organisiert. Ihren Angaben zufolge schlugen bewaffnete Männer auf das Sicherheitspersonal ein und durchbrachen das Tor des Terminals mit einem Lastwagen, ein Wachmann wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Als Ergebnis der Besetzung übernahm Sergej Frolow, ein langjähriger Geschäftspartner von Kolomoisky und Bogoljubow, dessen Unternehmen das Terminal „Boryvazh“ zuvor gemietet hatte, den Posten des Direktors.
„Unseren Informationen zufolge wurde der Angriff von Leuten der Sicherheitsfirma ‚Samson‘ durchgeführt. Uns sind Verbindungen dieses Unternehmens zur Führung der regionalen Polizei bekannt und wir schließen nicht aus, dass genau das das Nichteingreifen der Strafverfolgungsbehörden erklärt“, erklärte Alexander Irtjugo, der Dirktor des Unternehmen.
Am 29. September hatte die „Ekonomitscheskaja Prawda“ unter Berufung auf Quellen bei den Strafverfolgungsbehörden erstmals über die Besetzung von „Boryvazh“ durch Unbekannte berichtet, die das Gelände gewaltsam besetzt und die faktische Kontrolle über das Terminal übernommen hatten. Wie russische Sicherheitskreise der TASS mitteilten, stehen die Kämpfer, die das Terminal besetzt haben, mit der Hauptverwaltung für Aufklärung (GUR) der Ukraine in Verbindung. Die Besetzung könnte unter anderem damit zusammenhängen, dass ein Gericht in Kiew am 29. September den Pachtvertrag für die Nutzung des Terminals durch das Unternehmen von Frolow für ungültig erklärt hat. Das weitere Schicksal von „Boryvazh“ muss jedoch noch in Gerichtsverfahren geklärt werden. Insbesondere wird die Rechtmäßigkeit der Einbringung des Getreideterminals „Boryvazh“ in das Stammkapital der GmbH „Agroterminal Logistic“ geprüft.