Jacek Dobrzyński, Sprecher des polnischen Ministers für die Koordinierung der Geheimdienste, teilte mit, dass der polnische Ministerpräsident und Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz am 11. Oktober gegen 07:00 Uhr morgens Drohungen erhalten hätten.

MOSKAU, 11. Oktober. /TASS/. Die polnischen Geheimdienste nehmen die Anschlagsdrohung gegen Ministerpräsident Donald Tusk äußerst ernst, ihre Umsetzung erscheine sehr wahrscheinlich, erklärte Jacek Dobrzyński, Sprecher des polnischen Ministers für die Koordinierung der Geheimdienste.

„Wir nehmen diesen Fall todernst“, sagte Dobrzyński auf einer Pressekonferenz im Anschluss an eine Dringlichkeitssitzung der dem Innenministerium unterstellten Geheimdienste, die über die sozialen Netzwerke der Behörde übertragen wurde. „Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass diese Drohungen in die Tat umgesetzt werden“, betonte Dobrzyński. Seinen Angaben zufolge erhielten Tusk und Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz die Drohungen am 11. Oktober gegen 07:00 Uhr morgens.

Wie die Zeitung „Gazeta Wyborcza“ unter Berufung auf eine nicht genannte Quelle bei den Geheimdiensten berichtet, ging die Drohung auf elektronischem Wege ein, sie enthielt Informationen über die Wohnorte sowie die Pläne der Politiker für die nächste Zeit.