5Mrd. zusätzlich für das Militär in Deutschland – Konjunkturprogramm für die US-Rüstungsindustrie
Die Militärausgaben Deutschlands steigen in diesem Jahr so stark, wie seit dem Kalten Krieg nicht mehr. Nur wofür die zusätzlichen fünf Milliarden ausgegeben werden, ist unklar. Und wohl auch nicht wichtig, Hauptsache, sie werden ausgegeben. Ich habe schon vor einiger Zeit dargelegt, dass es bei dem Zwei-Prozent-Ziel der Nato, das auf Betreiben der USA verkündet […]
Die Militärausgaben Deutschlands steigen in diesem Jahr so stark, wie seit dem Kalten Krieg nicht mehr. Nur wofür die zusätzlichen fünf Milliarden ausgegeben werden, ist unklar. Und wohl auch nicht wichtig, Hauptsache, sie werden ausgegeben.
Ich habe schon vor einiger Zeit dargelegt, dass es bei dem Zwei-Prozent-Ziel der Nato, das auf Betreiben der USA verkündet wurde, nur um ein Konjunktur-Programm für die US-Rüstungsindustrie geht. Es gibt keinerlei Forderungen der Nato, wofür das Geld ausgegeben werden soll, Hauptsache, es wird ausgegeben.
Dabei wird von der Nato immer auf die „russische Bedrohung“ als Vorwand verwiesen. Dass die Militärausgaben der Nato die russischen Ausgaben um das 15-fache übertreffen, wird dabei lieber nicht betont. Und dass die russischen Militärausgaben sogar rückläufig sind, während Washington hysterisch nach mehr Geld für seine Rüstungsindustrie schreit, steht nie in einer Überschrift der Mainstream-Medien. Bei solchen Zahlen fragt man sich schon, wer eigentlich wen bedroht. Das ist in etwa so, als wenn man Klitschko gegen einen fünfjährigen in den Ring steigen lässt und ihn vor dem gefährlichen rechten Haken des Kleinen warnt.
Washington braucht dringend Feindbilder und produziert sie sich mangels echter Bedrohungen einfach selbst. So sprechen Analysten in Washington offen von Kriegen gegen China oder Russland, um mehr Geld für das korrupte System der Rüstungsindustrie zu fordern. Anstatt die Korruption im deutschen Verteidigungsministerium zu bekämpfen, werden einfach nochmal fünf Milliarden in dem schwarzen Loch versenkt. Und die deutschen Medien befeuern das noch propagandistisch, anstatt ernsthaft Aufklärung zu fordern.
Die USA gehen bei ihren „Verkaufsbemühungen“ für ihre Waffenindustrie so weit, selbst Nato-Partnern, die die Frechheit besitzen, nicht in den USA einzukaufen, mit Sanktionen zu belegen. Gleiches tun sie auch mit allen anderen Ländern der Welt. Wer seine Waffen nicht in den USA einkauft, dem drohen Sanktionen.
Aber die Europäer lassen sich das gefallen und tragen brav ihr Geld zu den Kassen der US-Rüstungsfirmen, weshalb man die europäischen „Verbündeten“ in Washington auch ganz offen als „tributpflichtige Vasallen“ bezeichnet. Nur die deutschen Medien scheinen davon noch nie gehört zu haben. Oder es stört sie nicht. Jedenfalls berichten sie darüber kein Wort, sondern fordern einhellig mehr Geld für amerikanische Waffen. Nur formulieren sie es anders, es heißt dann schlicht „Zwei-Prozent-Ziel“.
Hauptsache, es werden Zwei Prozent des BIP für US-Waffen ausgegeben. Wenn die EU einen eigenen Fond zur eigenen Entwicklung von Waffen auflegt, kommt aus den USA Protest. Es ist den USA egal, wofür das Geld ausgegeben wird, Hauptsache es wird für amerikanische Waffen ausgegeben.