Propaganda und Repressionen: Impft! Euch! Alle!
Was Medien und Politik derzeit in Sachen Corona-Impfstoff veranstalten, ist an Absurdität nicht zu überbieten. Miserable Testergebnisse eines Impfstoff-Kandidaten werden zu Erfolgsmeldungen hochgejubelt, Milliarden werden verschleudert und wer sich nicht impft, darf vielleicht demnächst nicht mehr fliegen. Astra-Zeneca hat neue Daten seines Skandal-Impfstoffs bekannt gegeben und der Spiegel macht daraus eine Erfolgsmeldung. Kein Wunder, denn […]
Was Medien und Politik derzeit in Sachen Corona-Impfstoff veranstalten, ist an Absurdität nicht zu überbieten. Miserable Testergebnisse eines Impfstoff-Kandidaten werden zu Erfolgsmeldungen hochgejubelt, Milliarden werden verschleudert und wer sich nicht impft, darf vielleicht demnächst nicht mehr fliegen.
Astra-Zeneca hat neue Daten seines Skandal-Impfstoffs bekannt gegeben und der Spiegel macht daraus eine Erfolgsmeldung. Kein Wunder, denn der entsprechende Artikel wurde von Julia Merlot geschrieben, die beim Spiegel seit jeher für die Werbeartikel für die chemische und die Pharmaindustrie zuständig ist, wie ich mehrmals aufgezeigt habe. Mal hat sie in ihren Artikeln, die nur nach einigen Flaschen des gleichnamigen Getränks zu ertragen sind, Werbung für Glyphosat gemacht, mal hat sie leidenschaftlich für Gentechnik getrommelt und sogar Tierversuche findet sie super.
Als Artikel getarnte Werbung für westliche Pharmafirmen
Nun also durfte Frau Merlot ein Loblied auf den Impfstoff von Astra-Zeneca singen, dessen Phase-III-Tests zweimal wegen schwerer Nebenwirkungen beziehungsweise dem Tod eines Studienteilnehmers in Brasilien unterbrochen werden mussten. Natürlich hat Astra-Zeneca dann die Tests wieder aufgenommen und mitgeteilt, die Zwischenfälle hätten nichts mit der Impfung zu tun gehabt.
Die EU hat mit Astra-Zeneca bereits einen Vertrag über die Lieferung von bis zu 400 Millionen Impfdosen zu einem Preis von einer Milliarde Euro abgeschlossen. Praktisch dabei: Astra-Zeneca wurde von der Haftung für Imofschäden befreit, hat sein Geld schon im Voraus bekommen, obwohl der Impfstoff noch gar nicht zugelassen ist und die EU hält die geschlossenen Verträge geheim.
All das erfährt der Leser von Frau Merlot in ihrer Werbung für Astra-Zeneca, die beim Spiegel unter der Überschrift „AstraZeneca und Uni Oxford – Der Impfstoff für Pragmatiker“ erschienen ist, aber nicht. Die Wirksamkeit des Impfstoffs liegt bei nur 70 Prozent, was Frau Merlot auch erwähnt, aber dann hinzufügt:
„Laut Pressemitteilung konnten auf diese Weise 90 Prozent der Covid-19-Fälle in der Impfstoffgruppe verhindert werden. Allerdings ist nicht klar, wie viele Covid-19-Erkrankungen es absolut unter den mit dem Wirkstoff Geimpften im Vergleich zur Placebogruppe gab. Die Daten sollen in den nächsten Tagen veröffentlicht werden. Erst dann lässt sich sagen, auf welcher Datenbasis die Zahl fußt.“
Frau Merlot erklärt auch, dass eine andere Studie nur zu einer Wirksamkeit von 60 Prozent kommt, was laut Astra-Zeneca zu einer Gesamtwirksamkeit von im Durchschnitt 70 Prozent führt. Das sind keine guten Zahlen und sie sind noch nicht von unabhängiger Seite bestätigt worden. Trotzdem feiert Frau Merlot die gute Nachricht.
Interessant am Rande: Wieder einmal hat dem Spiegel die ursprüngliche Überschrift nicht gefallen, wie man an der Internetadresse des Artikels sehen kann. Zunächst lautete sie „Impfstoff von Astra-Zeneca – Welche Vorteile er trotz geringer Wirksamkeit hätte“ Das war dem Spiegel wohl zu negativ, denn „geringe Wirksamkeit“ ist zwar die Wahrheit, klingt aber doof, wenn man Impfungen propagieren will. Also wurde die Überschrift geändert und nun geht es in der Überschrift eben um den „Impfstoff für Pragmatiker“ von der Elite-Uni in Oxford. Das klingt doch gleich viel sympathischer.
Auf die Zwischenfälle beim Test des „Impfstoffs für Pragmatiker“ geht Frau Merlot nur kurz ein:
„Dennoch ist AstraZeneca zuversichtlich: Unter den Geimpften seien keine schwerwiegenden Nebenwirkungen aufgetreten, hieß es. Das Unternehmen hatte seine Impfstudien zuvor zwei Mal unterbrechen müssen, weil Probanden erkrankten, allerdings fanden Fachleute keinen ursächlichen Zusammenhang mit der Impfung.“
Messen mit zweierlei Maß
Frau Merlot verkauft miserable Ergebnisse als gute Nachricht und stellt keine kritischen Fragen zu den Angaben des Unternehmens. Wie anders klangen doch die Berichte über den russischen Impfstoff Sputnik-V im Spiegel. Die Entwickler von Sputnik melden aus ihrem gerade laufenden Phase-III-Test, dass dessen Wirksamkeit bei 95 Prozent liegt und es gibt keinerlei Meldungen über Nebenwirkungen. Die Tests mussten nie unterbrochen werden.
Das soll keine Werbung für den russischen Impfstoff sein, ich werde mich auch mit dem nicht impfen lassen, weil mir die Entwicklung von Impfstoffen im Eiltempo suspekt ist. Aber wenn man schon für Impfungen plädiert, dann sollte man doch auch objektiv berichten, oder nicht?
Der russische Impfstoff wird von Frau Merlot aber nicht ein einziges Mal erwähnt, obwohl er – wie der Impfstoff von Astra-Zeneca – ein Vektorimpfstoff ist. Die beiden Impfstoffe wären also vergleichbar, nur würde Astra-Zeneca bei dem Vergleich schlecht abschneiden. Erstens ist die Wirksamkeit von Astra-Zeneca viel schlechter und zweitens wird der Impfstoff von Astra-Zeneca auf Basis von Affenviren entwickelt, während der russische Impfstoff mit Menschenviren arbeitet. Diesen Unterschied erfährt der Spiegel-Leser aber nicht von Frau Merlot, bei ihr heißt es nur lapidar:
„Clemens Wendtner von der München Klinik Schwabing vermutet, dass das Immunsystem möglicherweise auf das vom Affen stammende Trägervirus reagiert und die Impfwirkung dadurch abgeschwächt wird. Ist die erste Impfdosis zu groß, kann es passieren, dass der Körper das Trägervirus bei der zweiten Impfung bekämpft.“
Auch in seinem ersten Artikel über den „Durchbruch“ hat der Spiegel den russischen Impfstoff mit keinem Wort erwähnt. Unter der Überschrift „»Zu 70 Prozent wirksam« – Auch AstraZeneca meldet Durchbruch bei Impfstoff“ konnte man über das Affenvirus nur lesen:
„Der Wirkstoff AZD1222 beruht auf der abgeschwächten Version eines Erkältungsvirus von Schimpansen.“
Obwohl der russische Impfstoff nach den offiziellen Zahlen der Entwickler der beiden Impfstoffe weitaus besser ist, als der von Astra-Zeneca, wurde der russische Impfstoff in keinem der beiden aktuellen Spiegel-Artikel erwähnt. Dafür wurde der Impfstoff von BionTech/Pfizer in beiden Artikeln erwähnt. Bei Frau Merlot klang das zum Beispiel so:
„Anders als Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna gehört das Mittel damit nicht zu den mRNA-Impfstoffen, sondern zu den sogenannten Vektorimpfstoffen. Das Prinzip ist lang bekannt und hat einen entscheidenden Vorteil: Der Impfstoff lässt sich im Kühlschrank lagern und braucht im Gegensatz zu den mRNA-Produkten keine zweistelligen Minusgrade“
Das Geschenk an die westliche Pharmaindustrie
Die EU schließt nun reihenweise Milliardenverträge mit den Impfstoffherstellern ab. Die Milliarde für Astra ist Kleingeld, die mRNA-Impfstoffe sind fast zehn Mal so teuer, wie die Vektorimpfstoffe, wie Sie hier nachlesen können. Hinzu kommt die benötigte Extreme Kühlung der mRNA-Impfstoffe, was die Logistik extrem verteuert.
Gespräche mit Russland finden hingegen nicht statt, obwohl Russlands Impfstoff etwa das gleiche kosten dürfte, wie der Impfstoff von Astra-Zeneca und damit viel billiger ist, als die mRNA-Impfstoffe. Hinzu kommt, dass Vektorimpfstoffe ein erprobtes Mittel sind, während noch nie mRNA-Impfstoffe zur Anwendung beim Menschen zugelassen worden sind. Das ist ein experimentelles Verfahren, das nun im Eiltempo durchgepeitscht und in einem großangelegten, zweistellige Milliardenbeträge kostenden Menschenversuch getestet wird. Bezahlen wird das die EU, also alle europäischen Steuerzahler.
Der EU geht es offensichtlich nicht darum, einen guten und günstigen Impfstoff zu bekommen, es geht ihr offensichtlich einzig und allein darum, die Pharmaindustrie mit Milliarden zu versorgen. Auch das Argument, man bräuchte Impfstoffe verschiedener Hersteller, weil ein Hersteller alleine nicht genug Impfdosen liefern kann, ist Quatsch. Russland erlaubt anderen Ländern bei der Bestellung von Sputnik-V, diesen dort in Lizenz zu produzieren, die Kapazitäten zu seiner Herstellung sind also quasi unbegrenzt.
Aber daran würde die westliche Pharmaindustrie keinen Cent verdienen, was der EU offensichtlich das Wichtigste ist.
Überraschung: Impfungen beginnen schon im Dezember!
Es ist mir unheimlich, aber ich habe am 6. August in einer Tacheles-Sendung prognostiziert, dass unmittelbar nach der US-Wahl, wenn Corona nicht mehr für negative Schlagzeilen über Trumps angebliches Versagen bei der Pandemie gebraucht wird, Impfstoffe auf den Markt kommen werden. Und so war es dann auch: Am Samstag dem 7. November haben die US-Medien Biden zum Sieger erklärt und am ersten Arbeitstag danach, am Montag dem 9. November, hat BionTech/Pfizer angekündigt, die Zulassung für ihren mRNA-Impfstoff zu beantragen. Was für ein Zufall.
Ich habe darüber ausführlich berichtet, den Artikel finden Sie hier. Da YouTube NuoViso inzwischen unter Zensur gestellt hat, finden Sie die Sendungen bei Interesse auf der Seite von NuoViso. Die Sendung vom 6. August finden Sie hier und die Sendung, in der wir meine Prognosen nach der US-Wahl mit der Realität abgeglichen haben, finden Sie hier.
Ich habe mit meiner Prognose nur in einem Punkt daneben gelegen, denn ich war der Meinung, man würde Anstands halber und damit es nicht ganz so auffällig ist, zumindest bis Januar mit den Impfungen warten. Aber Spahn will bereits Mitte Dezember in Deutschland mit den Impfungen beginnen, wie heute gemeldet wurde. Und nach den Verträgen mit Astra-Zeneca und BionTech/Pfizer hat die EU-Kommission heute einen Vertrag mit Modena angekündigt, die 160 Millionen Impfdosen ihres mRNA-Impfstoffs liefern sollen.
Als weitere Hilfe für die Pharmaindustrie kann man die Meldung der australischen Fluglinie Qantas ansehen, die angekündigt hat, demnächst auf internationalen Flügen nur noch Passagiere mitzunehmen, die gegen Corona geimpft sind. Die Lufthansa erwägt das zum jetzigen Zeitpunkt nach eigenen Angaben nicht, aber was nicht ist, kann ja noch werden. Wer nicht geimpft ist, wird demnächst wohl keine Fernreisen mehr unternehmen können.
Willkommen in der schönen neuen Welt, oder wie die „Qualitätsmedien“ es in letzter Zeit nennen, „in der neuen Normalität.“