Ich habe am Freitag bereits über einen Leitartikel geschrieben, der im Spiegel unter der Überschrift „Islamistischer Terror in Russland – Putin ist im eigenen Wahn gefangen“ erschienen ist. Der Autor ist ein Propagandist namens Mathieu von Rohr, der sich selbst als „Journalist“ bezeichnet, der aber in seinem Leitartikel dreist lügen musste, um seine Narrative vertreten zu können. Der ganze Artikel basierte auf Lügen. Und eine davon lautete:

„Der Pakt zwischen Putin und seinem Volk sah lange so aus: Der Zar hat alle Macht, dafür bekommt das Volk wachsenden Wohlstand und Sicherheit. Das gilt nicht mehr. Der Wohlstand sinkt“

Spiegel: Die Leser belügen

Mathieu von Rohr ist entweder ein notorischer Lügner, oder vollkommen inkompetent, wenn er solche Behauptungen aufstellt, denn sogar im Spiegel kann man – wenn auch selten – die Wahrheit über den Zustand der russischen Wirtschaft erfahren. Und dass Mathieu von Rohr beim Spiegel immerhin seit 2019 das Auslandsressort leitet, sagt viel darüber aus, mit welchem Wahrheitsgehalt der Spiegel normalerweise über andere Staaten berichtet.

Der Spiegel hat zum Beispiel am 4. März unter der Überschrift „Boom trotz Sanktionen – Das steckt hinter Putins Wirtschaftswunder“ über die Lage der russischen Wirtschaft berichtet und die Einleitung zu dem Artikel lautete:

„Von wegen Crash! Russland floriert. Löhne und Gehälter wachsen kräftig, das kurbelt den Konsum an und hat einen Ansturm auf Immobilien ausgelöst. Ist es Putin wirklich gelungen, seine Wirtschaft unverwundbar zu machen?“

Die Löhne und Gehälter in Russland wachsen so stark, dass die Russen derzeit im großen Stil Immobilien kaufen und dass in ganz Russland massenhaft Restaurants eröffnen, erfahren wir in dem Artikel unter anderem. Und wir erfahren auch, dass die russischen Angaben über Wirtschaftswachstum, Löhne, Arbeitslosigkeit und so weiter der Wahrheit entsprechen.

Lieber Mathieu von Rohr, wie passt das zu Ihrer Lüge, der Wohlstand in Russland würde sinken?

Man kann im Spiegel nicht oft die Wahrheit erfahren, und darauf setzt der Lügner Mathieu von Rohr, wenn er solchen Blödsinn in seinem Leitartikel schreibt, schließlich stellt der Spiegel es normalerweise lieber so dar, als würden die Russland-Sanktionen wirken. Und der Spiegel ist damit ja keineswegs alleine, denn alle westlichen Medien suggerieren ihren Lesern, dass in Russland alles ganz schlimm sei.

Sanktionen gegen wen?

Ende Februar wurde gemeldet, dass die russische Wirtschaft im Januar um 4,6 Prozent gewachsen ist und dass da kräftige Wachstum den Russen kräftige Lohnzuwächse beschert. Die russischen Realeinkommen (also unter Berücksichtigung der Inflation) sind im Dezember um 8,5 Prozent gestiegen. 2023 konnten sich die russischen Arbeitnehmer über ein Lohnwachstum um 7,8 Prozent freuen. Und in Russland herrscht mit einer Arbeitslosenquote von unter drei Prozent Vollbeschäftigung. Die westlichen Sanktionen sind gegen Russland also wirkungslos.

Zum Vergleich: Deutschland, das Russland mit den Sanktionen schaden will, steckt in der Rezession und die Deutschen haben bei den Reallöhnen in den letzten Jahren die größten Einbußen hinnehmen der Nachkriegszeit müssen. Einem Bericht des Berliner Thinktanks „Forum New Economy“ zufolge sanken die Reallöhne in Deutschland zwischen April 2022 und März 2023 um vier Prozent, während die Produktion um 4,1 Prozent zurückging. Weder die durch die Corona-Maßnahmen ausgelöste Wirtschaftskrise ab 2020, noch die Finanzkrise in den Jahren nach 2008 hat so tief auf den deutschen Wohlstand durchgeschlagen wie die Politik der aktuellen Bundesregierung.

Und während die Aussichten für die russische Wirtschaft ungetrübt gut sind, haben die führenden deutschen Wirtschaftsinstitute haben ihre Prognose für Deutschland gerade erst um 1,2 Prozentpunkte nach unten korrigiert. Für dieses Jahr gehen sie nur noch von einem Wachstum von 0,1 Prozent aus. Ich würde die Zahl bezweifeln, denn noch Herbst hatten die Institute für Deutschland noch ein Wachstum von 1,3 Prozent vorhergesagt, das sie nun fast vollständig kassiert haben. Daher ist es möglich, dass Deutschland in 2024 kein Wachstum erlebt, sondern in der Rezession bleibt.

Das kommt nicht überraschend und ich berichte seit 2022 darüber, dass die anti-russische Politik aus Berlin und Brüssel die Wirtschaft der europäischen Staaten nachhaltig schädigen wird. Aber die „Experten“, die in deutschen Medien zu Wort kommen, haben lange fabuliert, dass alles nicht so schlimm sei und dass es bald wieder aufwärts gehe. Auch die sogenannten „führenden deutschen Wirtschaftsinstitute“ sind da keine Ausnahme, wie ihre erneute Korrektur der Prognosen für die deutsche Wirtschaft nach unten zeigt.

Man fragt sich also mal wieder, gegen wen die EU eigentlich die Sanktionen verhängt hat – gegen Russland oder gegen sich selbst?