Wie der Spiegel von einer sehr unbequemen Wahrheit ablenkt
Vom 22. bis 27. Juli 2024 fand im Norden Malis eine Schlacht statt, bei der zahlenmäßig weit überlegene Kräfte der Tuareg-Separatisten und der Terrororganisation al-Qaida malische Soldaten und Soldaten der russischen Wagner-Gruppe, die Mali erfolgreich im Kampf gegen den Terror unterstützt, angegriffen haben. Die Schlacht wurde zu einem Debakel, bei dem Wagner wohl die bisher […]
Vom 22. bis 27. Juli 2024 fand im Norden Malis eine Schlacht statt, bei der zahlenmäßig weit überlegene Kräfte der Tuareg-Separatisten und der Terrororganisation al-Qaida malische Soldaten und Soldaten der russischen Wagner-Gruppe, die Mali erfolgreich im Kampf gegen den Terror unterstützt, angegriffen haben. Die Schlacht wurde zu einem Debakel, bei dem Wagner wohl die bisher höchsten Verluste in Afrika erlitten hat. Offizielle Zahlen gibt es nicht, die Schätzungen schwanken zwischen 20 und 80 toten Wagner-Soldaten. Die von Tuareg behaupten, sie hätten 84 Wagner-Soldaten und 47 malische Soldaten getötet.
Das russische Portal Wsgljad hat am 29. Juli einen sehr lesenswerten Artikel von einem Militärexperten veröffentlicht, der die Schlacht im Detail nachzeichnet und aufzeigt, wie es zu der Niederlage kommen konnte. RT-DE hat den Artikel übersetzt, bei Interesse finden Sie die Übersetzung hier.
Die Episode hätte international kaum allzu viele Schlagzeilen gemacht, wenn da nicht Kiew und seine geschwätzigen Geheimdienstvertreter wären. Andrej Jusow, ein Sprecher des ukrainischen Militärgeheimdienstes, sagte vergangene Woche, die Terroristen (Jusow sprach von „Rebellen“) hätten von Kiew die „notwendigen Informationen“ zur Durchführung der Angriffe in Mali erhalten.
Ja, Sie haben richtig gelesen: Die von Deutschland, der NATO, der EU und den USA finanzierte und bewaffnete Ukraine unterstützt die islamistischen Terroristen in Mali, zu deren (angeblicher) Bekämpfung die Bundeswehr bis vor kurzem noch in Mali stationiert war.
Das ist natürlich ziemlich peinlich für den Westen und vor allem ist es eine echte Herausforderung für westliche Medien, damit umzugehen. Wir schauen uns daher nun die Chronologie der Ereignisse der letzten Tage an und danach nehmen wir uns den Spiegel-Artikel vor, in dem der Spiegel über die Geschichte „informiert“ hat. Ich setze das in Anführungszeichen, denn von „informieren“ kann keine Rede sein, was der Spiegel veröffentlicht hat, war klassische Desinformation durch Weglassen.
Aber der Reihe nach.
Der Pseudokampf des Westens gegen den islamistischen Terror
Bekanntlich buhlt der Westen um Sympathien und vor allem Einfluss in Afrika, wo Russland und China rasend schnell an Einfluss gewinnen. Für den US-geführten Westen ist Afrika überlebenswichtig, weil die afrikanischen Staaten reich an Bodenschätzen sind, die der Westen nach wie vor in vielen Fällen zu Spottpreise ausbeutet, weshalb es in Westafrika in mehreren Ländern, darunter Mali, zu Putschen gekommen ist. Die Putschisten in diesen Ländern werden von der Bevölkerung unterstützt, weil sie die neokoloniale Ausbeutung durch den Westen, in Westafrika vor allem durch Frankreich, beenden wollen.
EU-Chefdiplomat Borrell, der in seiner rassistischen Arroganz den Rest der Welt zu einem „Dschungel“ erklärt hat, der in den angeblich gepflegten „Garten“ EU eindringen will, echauffiert sich in Reden und Artikeln immer wieder darüber, dass die angebliche „russische Propaganda“ in Afrika zu gut funktioniere und dass man dem entgegenwirken müsse, weil der Westen doch nur das Beste für die Afrikaner wolle, während Russland ganz böse sei.
Als beispielsweise die Bundeswehr der französischen Armee in Mali beim angeblichen Kampf gegen die Islamisten geholfen hat, waren die Erfolge, die die Deutschen und Franzosen vorweisen konnten, freundlich ausgedrückt, bescheiden. Kein Wunder, denn das Ziel der Operation war nicht der Kampf gegen den Terror, sondern die Festigung des französischen Einflusses in der Region. Das eigentliche Ziel war es, dort stationiert zu sein und sich durch den angeblichen Kampf gegen den Terror unentbehrlich zu machen. Wäre der Terror besiegt worden, hätte es keinen Vorwand mehr für die Stationierung französischer Truppen in den Ländern gegeben.
Ein Sieg gegen den Terror war also nie im französischen Interesse, weshalb es nicht verwundert, dass die französischen und deutschen Soldaten keine echten Erfolge vorweisen konnten. Militärisch ging es nur darum, ein Übergreifen des Terrors auf den Niger zu verhindern, aus dem Frankreich billiges Uran bezogen hat. Diese Lieferungen sollten ungestört weitergehen.
Da die Deutschen und Franzosen keine Erfolge im Kampf gegen die Islamisten vorweisen konnten, wuchs die Unzufriedenheit in Mali und es kam zu einem Putsch, und die Putschisten haben die französischen und deutschen Soldaten des Landes verwiesen und eine Kooperation mit der russischen Wagner-Gruppe geschlossen. Im Gegensatz zu den westlichen Armeen kann Wagner beim Kampf gegen Terroristen in Afrika echte Erfolge vorweisen, weshalb immer mehr afrikanische Staaten sich an Wagner wenden.
So auch in Mali, denn der Ort, wo Ende Juli die Schlacht stattfand, ist weiter nördlich als die europäischen Armeen je gewesen sind. Wagner hat die Islamisten in Zusammenarbeit mit der malischen Armee schon ein ganzes Stück zurückgedrängt.
Der islamistische Terror ist in Afrika ein echtes Problem, das zu allem Überfluss vom Westen erschaffen wurde, als er Libyen zerstört hat. Dabei sind die islamistischen Gruppen entstanden und dabei haben sie auch die vom Westen für den Sturz von Gaddafi gelieferten Waffen bekommen, mit denen sie seitdem in anderen afrikanischen Ländern kämpfen.
Aus dem Westen an die Ukraine gelieferte Waffen bei islamistischen Terroristen in Afrika
In Afrika ist das alles natürlich bekannt, weshalb der Westen dort immer unbeliebter wird und die „russischen Narrative“, wie Borrell beklagt, immer erfolgreicher werden, weil sie einfach nur diese Wahrheiten erzählen, während westliche Medien sie verschweigen oder bestreiten. Aber die Menschen vor Ort wissen natürlich, was in ihren Ländern vor sich geht.
Schon im November 2022 wurde aus Niger beispielsweise gemeldet, dass vom Westen gelieferte Waffen bei den Terrorgruppen IS und Boko Haram aufgetaucht sind. Das ist ein weiterer Grund, warum der Rest der Welt dem Kurs des Westens zur Unterstützung der Ukraine nicht folgt, denn andere Regionen der Welt leiden darunter, wenn korrupte ukrainische Strukturen die westlichen Waffen meistbietend an Terroristen in aller Welt verkaufen.
Kiew prahlt mit Unterstützung für islamistische Terroristen
Dass ausgerechnet ein Sprecher des ukrainischen Militärgeheimdienstes nun damit geprahlt hat, Kiew habe den Angriff von islamistischen Terroristen gegen malische Soldaten unterstützt, war westlichen Medien kaum eine Meldung wert. Anders war es in Afrika, wo das wenig überraschend eine vielbeachtete Meldung war.
Der ukrainische Botschafter im Senegal war sogar so blöd, auf dem Account der Botschaft ein Video über die Unterstützung von Terroristen in Mali zu veröffentlichen, was im Senegal natürlich gar nicht gut ankam. Daraufhin wurde der ukrainische Botschafter dort ins Außenministerium vorgeladen.
Das senegalesische Außenministerium erklärte dazu, der ukrainische Botschafter habe den Terrorangriff gegen die malischen Streitkräfte damit „eindeutig“ begrüßt. Das Ministerium betonte, dass Senegals im russisch-ukrainischen Konflikt eine neutrale Position einnehme und daher jeden Versuch ablehne, die mediale Propaganda im Rahmen dieses Konfliktes auf sein Land auszudehnen.
Burkina Faso hat die internationale Gemeinschaft aufgerufen, die Unterstützung des Terrorismus in Afrika durch die Ukraine zu verurteilen. In der entsprechenden auf X veröffentlichten Erklärung des dortigen Außenministeriums hieß es:
„Burkina Faso verurteilt energisch diesen Akt der Rechtfertigung des Terrorismus und ist erstaunt, dass er von der ukrainischen Botschaft in Dakar verbreitet worden ist.“
„Die Unterstützung der Ukraine ist Unterstützung des internationalen Terrorismus“
Auch in Mali hat man reagiert und am Abend des 4. August die diplomatischen Beziehungen zur Ukraine abgebrochen. In der dazu veröffentlichten Erklärung heißt es, die malische Regierung habe die Äußerungen des Sprechers des ukrainischen Nachrichtendienstes GUR über die Beteiligung der Ukraine an dem Angriff von Terrorgruppen auf malische Soldaten mit großem Erstaunen zur Kenntnis genommen. Die malische Regierung wies auch auf die Äußerungen des ukrainischen Botschafters im Senegal hin, der „die eindeutige Unterstützung seines Landes für den internationalen Terrorismus, insbesondere in Mali, unter Beweis stellte“. Weiter heißt es:
„Diese sehr schwerwiegenden Anschuldigungen, die von der ukrainischen Regierung weder dementiert noch verurteilt wurden, zeigen die klare offizielle Unterstützung der ukrainischen Regierung für den Terrorismus in Afrika, in der Sahelzone und insbesondere in Mali.“
Die malische Regierung wandte sich in der Erklärung auch an regionale und internationale Organisationen sowie an die Staaten, die die Ukraine unterstützen, und erklärte, das in Kiew herrschende Regime habe „offen und öffentlich seine Unterstützung für den Terrorismus demonstriert“. Und dann wurde die malische Regierung sehr deutlich:
„Mali betrachtet daher die Unterstützung der Ukraine als Unterstützung des internationalen Terrorismus.“
Weiter teilte die malische Übergangsregierung mit, dass sie „die Diagnose der Russischen Föderation voll und ganz unterstützt, die seit Jahren die Welt vor dem neonazistischen und abscheulichen Charakter der ukrainischen Regierung warnt, die heute mit dem internationalen Terrorismus verbündet und weit von den Bestrebungen des ukrainischen Volkes nach Frieden und Stabilität entfernt ist.“
Das demonstrative Schweigen des Westens zu dem Vorfall wird in Afrika natürlich genau registriert und dürfte die Position Russlands in Afrika weiter stärken, während der Westen, wenn er so weitermacht, sich alle Reisekosten seiner Diplomaten nach Afrika sparen kann, weil dort niemand mehr die Lippenbekenntnisse und Propaganda des Westens ernst nimmt. Die Taten der vom Westen unterstützten Ukraine und das Schweigen des Westens dazu sprechen eine zu deutliche Sprache.
Wie der Spiegel seine Leser „informiert“
Der Spiegel hat am 5. August einen Artikel über die Geschichte veröffentlicht, deren Überschrift schon zeigte, wie der Spiegel von der ukrainischen Unterstützung von al-Qaida-Terroristen ablenken will. Die Überschrift lautete „Geheimdienstinformationen weitergegeben – Angriff auf Wagner-Söldner – Mali bricht diplomatische Beziehungen zur Ukraine ab“ und in der Einleitung des Artikels erfuhr der Spiegel-Leser:
„Bei einer Attacke erlitten Malis Armee und russische Söldner in der vergangenen Woche schwere Verluste. Nun kappt das Land die Beziehungen zur Ukraine: Kiew sei an dem Vorfall beteiligt gewesen.“
Die Wagner-Gruppe wird im Westen als mordende Bande dargestellt und die Bezeichnung „russische Söldner“ soll das unterstreichen. Und aus Kiews eindeutigem Eingeständnis, islamistische Terroristen zu unterstützen, macht der Spiegel den in indirekter Rede formulierten Satz „Kiew sei an dem Vorfall beteiligt gewesen“, was den Spiegel-Lesern suggeriert, dass es auch ganz anders gewesen sein könnte. In dem Artikel schreibt der Spiegel über den Abbruch der diplomatischen Beziehungen durch Mali:
„Grund sind demnach Andeutungen aus Kiew, die Ukraine habe im vergangenen Monat eine Rolle bei Gefechten nahe der algerischen Grenze gespielt, in denen Dutzende malische Soldaten und Söldner der russischen Wagner-Gruppe getötet wurden. Für die Tötungen sollen Tuareg-Separatisten und mit der Terrororganisation al-Qaida verbundene Kämpfer verantwortlich sein.“
Das waren aber keine „Andeutungen aus Kiew“, sondern sehr eindeutige Erklärungen. Und dass für die Tötungen Tuareg-Separatisten und mit der Terrororganisation al-Qaida verbundene Kämpfer verantwortlich sein „sollen“, ist ebenfalls eine bewusst gewählte Formulierung, die dem Leser vermitteln soll, dass es auch ganz anders gewesen sein könnte.
Der Spiegel nutzt in seinen Formulierungen alle psychologischen Tricks, um von der von Kiew bestätigten Tatsache abzulenken, dass die Ukraine islamistische Terroristen inklusive der al-Qaida unterstützt.
Und noch etwas erwähnt der Spiegel in diesem Artikel nicht, nämlich den Bundeswehreinsatz in Mali, bei dem die Bundeswehr offiziell eben diese Terroristen bekämpfen sollte, die Kiew nun unterstützt. Das kann der Spiegel auch nicht erwähnen, denn dann würden sogar Spiegel-Leser unangenehme Fragen dazu stellen, wen die Bundesregierung in Kiew mit dutzenden Milliarden Euro unterstützt.
Wäre das alles nicht so ernst, wäre es geradezu lustig, wie der Spiegel sich hier windet und von allem ablenkt und alles weglässt, was nicht ins politisch gewollte Bild passt. Da es aber um Menschenleben geht, ist diese Propaganda leider nicht lustig, sondern regelrecht verbrecherisch.