Die Chronologie der Provokationen der Europäer zur Vorbereitung eines Krieges gegen Russland
Aus aktuellem Anlass veröffentliche ich hier eine aktualisierte Version eines Artikels über die Chronologie der Eskalation in der Ostsee , den ich im Mai 2025 erstmals veröffentlicht habe. Ich habe den Artikel umfassend aktualisiert, weil immer klarer wird, wie die europäischen Staaten gezielt darauf hinarbeiten, in der Ostsee einen Krieg mit Russland zu provozieren. Und […]
Aus aktuellem Anlass veröffentliche ich hier eine aktualisierte Version eines Artikels über die Chronologie der Eskalation in der Ostsee , den ich im Mai 2025 erstmals veröffentlicht habe. Ich habe den Artikel umfassend aktualisiert, weil immer klarer wird, wie die europäischen Staaten gezielt darauf hinarbeiten, in der Ostsee einen Krieg mit Russland zu provozieren. Und wie so oft wird das nur offensichtlich, wenn man sich die Chronologie genau anschaut.
Das tue ich hier, weshalb dies wieder einer meiner gefürchteten, sehr langen Artikel geworden ist. Aber leider lassen sich so komplexe Sachverhalte nicht in Kurzform erklären und aufzeigen.
Nord Stream und Balticconnector
Am 26. September 2022 wurden beide Pipeline-Stränge von Nord Stream 1 und einer der beiden Pipeline-Stränge von Nord Stream 2 in der Nähe von Bornholm gesprengt. Bekanntlich wurde der Vorfall nie aufgeklärt und bekanntlich hat die Bundesregierung bei Parlamentarischen Anfragen zu der Sprengung gemauert.
Ein Jahr später, am 8. Oktober 2023, wurde eine andere Pipeline, die Balticconnector, die von Finnland nach Estland durch die Ostsee führt, beschädigt. Unmittelbar danach beschuldigten europäische Politiker und Medien Russland, es habe die Pipeline wahrscheinlich sabotiert und NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg kündigte am 11. Oktober 2023 ein entschlossenes Handeln der NATO an, sollte sich herausstellen, dass die Beschädigung der Pipeline ein „vorsätzlicher Angriff“ gewesen sei.
Allerdings stellte sich schnell heraus, dass Russland damit nichts zu tun hatte, worüber die Medien allerdings nicht in so großen Überschriften berichteten und natürliche entschuldigte sich auch kein europäischer Politiker dafür, Russland unbegründet beschuldigt zu haben.
Tatsächlich hatte das chinesische Schiff „New Polar Bear“ die Pipeline mit seinem Anker beschädigt, solche Vorfälle kommen immer wieder vor und sind leider Routine. Die Pipeline wurde repariert und im April 2024 wieder in Betrieb genommen, den Schaden übernahm die Versicherung.
Das Problem des russischen Handels
Nach der Einführung der Sanktionen gegen Russland 2022 brach der russische Außenhandel zunächst ein. Aber er erholte sich danach erstaunlich schnell.
Der wohl wichtigste russische Handelshafen ist St. Petersburg in der Ostsee, über den vor 2022 etwa 40 Prozent des russischen Seehandels abgewickelt wurden. Nach dem radikalen Einbruch des Handels 2022 erholte er sich jedoch schnell und schon im September 2023 war er fast wieder auf dem Niveau von vor 2022.
Da es der Plan des Westens war, Russland durch die Sanktionen wirtschaftlich in die Knie zu zwingen, war es absehbar, dass der Westen Maßnahmen gegen den Seehandel ergreifen würde. Aber die Sanktionen und der internationale Druck waren praktisch wirkungslos, also erdachte man radikalere Maßnahmen.
Offenbar wurde schon damals der Plan erdacht, die Ostsee für den russischen Handel zu blockieren. Das ist jedoch ein Kriegsgrund und die Methoden dazu sind so ungeheuerlich, dass man die Öffentlichkeit darauf vorbereiten musste, schließlich verstehen die Menschen im Westen, dass Piraterie und Hafenblockaden nicht nur völkerrechtswidrig sind, sondern auch Kriegsgründe.
Also mussten den Menschen Narrative in die Köpfe gepflanzt werden, die dafür sorgen, dass die westliche Öffentlichkeit solche Maßnahmen in ihrer Mehrheit akzeptiert und für legal und angemessen hält.
Das gewollte Narrativ in die Welt setzen
Also kam nan bei NATO und EU im Jahr 2024 die Idee, ab sofort jeden Schaden an Unterseekabeln als russische Sabotage darzustellen und in die Medien zu bringen. Dazu musste man nur ein wenig abwarten, denn jedes Jahr gibt es mehrere Kabelschäden in der Ostsee. Man musste nicht einmal selbst aktiv werden, man musste nur auf den nächsten Schaden warten.
Ab Ende 2024 berichteten westliche Medien über jeden Schaden an Unterseekabeln in der Ostsee, weshalb für die Öffentlichkeit der Eindruck entstand, Beschädigungen an Unterseekabeln seien etwas Seltenes und Ungewöhnliches, denn früher gab es über solche Schäden ja praktisch nie Medienberichte. Tatsächlich sind Schäden an Tiefseekabeln aber vollkommen normal und Routine.
Jährlich kommt es im globalen Netzwerk von Unterseekabeln durchschnittlich zu 150 bis 200 Schäden, was nicht viel ist, wenn man bedenkt, dass in den Weltmeeren 1,4 Millionen Kilometer Kabel verlegt sind. 70 bis 80 Prozent der Schäden sind menschengemacht, das sind zum Beispiel das (manchmal auch unbeabsichtigte) Werfen von Ankern oder das Ziehen von Schleppnetzen, die an den Kabeln hängen bleiben. Nur 10 bis 20 Prozent der Schäden hängen mit der Natur zusammen, wenn sich Kabel beispielsweise abnutzen, weil sie sich aufgrund von Strömungen an Felsen reiben.
Schäden an Unterwasserkabeln sind so normal, dass eine Flotte von speziellen Reparaturschiffen bereit steht, die strategisch so auf der ganzen Welt platziert sind, dass sie jeden Schadensort innerhalb von 10 bis 12 Tagen erreichen und den Schaden beheben können.
Die Ostsee ist das weltweit am dichtesten „verkabelte“ Meer der Welt, durch die Ostsee führen unzählige Daten- und Stromleitungen und auch Pipelines. Daher ist die Ostsee auch mehrmals jährlich von Kabelschäden betroffen, was aber nie große Schlagzeilen gemacht hat, weil es normal ist und solche Schäden routinemäßig repariert werden und die Kabel und Pipelines natürlich auch versichert sind.
Im November 2024 kam es innerhalb von zwei Tagen gleich zu Schäden an zwei Kabeln und Politiker und Medien im Westen begannen, Russland Sabotage vorzuwerfen. Bundesverteidigungsminister Pistorius erklärte:
„Niemand glaubt, dass diese Kabel aus Versehen durchtrennt worden sind. Von daher müssen wir konstatieren – ohne konkret zu wissen, von wem es kommt – dass es sich um eine hybride Aktion handelt.“
Die damalige Bundesaußenministerin Baerbock schloss sich dem an und sprach von einem hybriden Angriff. Das könnten „alles nicht einfach nur Zufälle sein“, sagte sie, sprach „Einschüchterungsversuchen“ und nannte den Namen von Russlands Präsident Wladimir Putin.
Das finnische Außenministerium und das Auswärtige Amt in Berlin zeigen sich „zutiefst besorgt“ und auch Polen, Frankreich, Spanien, Italien und Großbritannien schlossen sich dem an. Die Minister der fünf Länder sowie Baerbock warfen Russland in einer gemeinsamen Erklärung vor, „systematisch die europäische Sicherheitsarchitektur anzugreifen“. Die Regierung in Moskau verstärke ihre „hybriden Aktivitäten gegen Nato- und EU-Staaten in bisher nicht gekanntem Ausmaß und Vielfalt, was erhebliche Sicherheitsrisiken“ mit sich bringe, hieß es in der Erklärung weiter, der sich auch Kaja Kallas, die heutige EU-Chefdiplomatin, anschloss.
Das gewollte Narrativ war damit in der Welt und es wurde (und wird) von Politik und Medien seitdem fleißig wiederholt.
Dass nur zwei Monate später, am 19. Januar 2025, bekannt wurde, dass die Kabelschäden nicht durch Sabotage entstanden sind, haben deutsche Medien natürlich verschwiegen, stattdessen aber am 26. Januar von einem weiteren Kabelschaden berichtet – und natürlich wurde wieder schnell (und ohne Beweise) mit dem Finger auf Russland gezeigt, um das gewollte Narrativ der russischen Sabotage von europäischer Infrastruktur in der Ostsee weiter zu befeuern.
Der konstruierte Vorwand
Wie gesagt brauchte es, um die Ostsee künftig für russische Schiffe und auch Schiffe, die Handel mit Russland treiben, zu blockieren, einen Vorwand. So wurde die Öffentlichkeit darauf vorbereitet, dass die Blockade der Ostsee eine angeblich berechtigte Maßnahme sei und dass etwaige Versuche Russlands, sich dagegen zu wehren, natürlich eine weitere, „unprovozierte russische Aggression“ wären.
Um das zu erreichen, wurde in kleinen Schritten weiter eskaliert. Damit wurde einerseits die Öffentlichkeit an die Maßnahmen gewöhnt, andererseits wurde auch Russlands Reaktion ausgetestet, denn die Frage ist ja, wann Russland darauf wie reagieren wird.
Ab 2024 wurde daher parallel sowohl die mediale Vorarbeit für die geplante Kaperung von Tankern mit Ziel Russland eingeleitet, als auch mit den aktiven Vorbereitungen auf einen Krieg gegen Russland in der Ostsee begonnen.
Estland hat im Februar 2024 israelische Anti-Schiffsraketen vom Typ Blue Spear mit einer Reichweite von fast 300 Kilometern Reichweite erhalten. Ein Blick auf die Landkarte zeigt, dass Estland versuchen kann, damit die nördliche Ostsee für russische Schiffe zu blockieren. Das russische St. Petersburg mit seinen Häfen liegt nur etwa 100 Kilometer Luftlinie von der estnisch russischen Grenze entfernt und die Passage durch die Ostsee zwischen Estland und Schweden ist auch nur etwas mehr als 100 Kilometer breit.
Am 17. September 2024 veröffentlichte die Estnische Nationale Rundfunk- und Fernsehanstalt ein Interview mit dem estnischen General Vahur Karus, der die vereinigten Militärstäbe des Landes leitet. In dem Interview erzählte der General sehr offen, dass Estlands Streitkräfte von der NATO den Auftrag erhalten hätten, sich auf eine mögliche kriegerische Auseinandersetzung zwischen der NATO und Russland vorzubereiten. Estland solle dann Ziele auf russischem Gebiet angreifen. Zu seinen Aussagen passt die Tatsache, dass Estland in letzter Zeit verstärkt Mehrfachraketenwerfer vom Typ HIMARS und französische Caesar-Haubitzen erhält.
Parallel dazu erklärte der Befehlshaber der estnischen Streitkräfte Generalmajor Andrus Merilo in einem Interview, dass die finnischen und estnischen Militärkommandos beabsichtigen, Pläne dafür zu konkretisieren, wie sie die Aktivitäten der russischen Baltischen Flotte in der Ostsee „notfalls“ und in einer „Extremsituation“ unterbinden könnten. Wörtlich hieß es:
„Die maritime Verteidigung ist ein Bereich, in dem Finnland und Estland ihre Zusammenarbeit weiter ausbauen werden, und vielleicht können wir konkretere Pläne entwickeln, wie wir, wenn es im wahrsten Sinne des Wortes notwendig ist, gegnerische Aktivitäten in der Ostsee vollständig unterbinden können.“
Merilo präzisierte, dass das militärisch möglich sei. Auf die Frage der Journalisten, in welcher Situation die Sperrung des Finnischen Meerbusens für Russland erfolgen könnte, antwortete Merilo, dies hänge von der Sicherheitslage ab.
Vier Tage später, am 21. September 2024, gab es einen heftigen Angriff auf die russische Stadt Toropez, bei dem ein russisches Munitionslager zerstört worden sein soll. Offiziell wurde der Angriff von der Ukraine aus mit Langstreckendrohnen aus ukrainischer Produktion durchgeführt. Diese Drohnen hätten dazu 400 Kilometer entlang der russisch-weißrussischen Grenze zurücklegen müssen, ohne von der Luftabwehr entdeckt zu werden. Gleichzeitig ist Toropez aber nur hundert Kilometer von Lettland und 150 Kilometer von Estland entfernt.
Der Vertragsbruch
Am 21. Oktober 2024 brach Deutschland den 2+4-Vertrag über die deutsche Wiedervereinigung, indem in Rostock ein „maritimes taktisches Hauptquartier für die NATO“ eröffnet wurde. Das war die offizielle Bezeichnung, die das deutsche Verteidigungsministerium in seiner Presseerklärung benutzt hat. Das war klarer Bruch des 2+4-Vertrages, in dessen Artikel 5 es über das Gebiet der ehemaligen DDR unmissverständlich heißt:
„Ausländische Streitkräfte und Atomwaffen oder deren Träger werden in diesem Teil Deutschlands weder stationiert noch dorthin verlegt“
Dieser unbestreitbare und offene Vertragsbruch war den deutschen Medien und auch der NATO schnell so unangenehm, dass die Medien ihre Berichte über die neue NATO-Basis in Rostock anschließend heimlich umformulierten und dass die NATO ihre Presseerklärung dazu wieder löschte. In der Presseerklärung der NATO wurde nämlich deutlich gesagt, der in Rostock eingerichtete Stab „koordiniert die Marineaktivitäten im Ostseeraum mit den Verbündeten und liefert ihnen rund um die Uhr ein aktuelles gemeinsames maritimes Lagebild“, was ein unbestreitbarer Bruch des 2+4-Vertrtages ist.
Der neue Stützpunkt der NATO in Rostock war damit offensichtlich Teil der Pläne, die Ostsee für Russland zu blockieren, wofür man sich ab November 2024 mit den Meldungen über angeblich von Russland sabotierte Unterseekabel selbst den Vorwand liefern wollte, um der Öffentlichkeit zu erklären, dass dieser Schritt angeblich notwendig und berechtigt ist.
Der Bruch des 2+4-Vertrages wurde nun zur Normalität, denn Anfang Juni beginnt jedes Jahr das NATO-Manöver Baltic Operations, kurz BALTOPS, zu dem 2025 bereits 30 internationale Kriegsschiffe und Tausende Soldaten und sogar ein US-Flugzeugträger in Warnemünde erwartet wurden. Wie war das mit der Passage aus dem 2+4-Vertrag, in die ehemalige DDR dürfen keine ausländischen Streitkräfte verlegt werden?
Ein weiterer Vorwand, den Politik und Medien nun verstärkt ins Feld führten, war die im Westen sogenannte „russische Schattenflotte“, mit der Russland sein Öl exportiert, was von deutschen Medien sogar als „illegal“ bezeichnet wird, weil die EU den Export von russischem Öl sanktioniert hat. In Wahrheit ist nicht der Handel mit russischem Öl illegal, sondern die einseitigen Sanktionen der EU sind illegal, denn völkerrechtlich legale und bindende Sanktionen kann nur der UNO-Sicherheitsrat beschließen.
Außerdem wird behauptet, die Tanker der „Schattenflotte“ seien alt und damit ein Umweltrisiko, um einen weiteren medialen Vorwand für ein Vorgehen gegen die Tanker zu konstruieren. Das ist überigens ebenfalls nicht wahr, denn diese Tanker waren auch vor den Russland-Sanktionen auf den Weltmeeren unterwegs, ohne dass irgendwer sie für zu alt oder für ein Umweltrisiko gehalten hätte. Das war ein für die Öffentlichkeit konstruierter Vorwand, um das Vorgehen der EU-Staaten zu rechtfertigen.
Im Januar 2025 nah die NATO die angeblich von Russland beschädigten Kabel in der Ostsee als Vorwand, um die unbefristete NATO-Mission „Eastern Sentry“ auszurufen und weitere Truppen und Waffen an die russische Grenze zu schicken und die Marinepräsenz in der Ostsee zu verstärken.
Piraterie in der Ostsee
So wurden die Tanker der „Schattenflotte“ gleich mit mehreren Narrativen in die Medien gebracht. Erstens beschädigen die Tanker angeblich im russischen Auftrag Kabel und Pipelines in der Ostsee, zweitens transportieren sie angeblich illegal russisches Öl und drittens sind sie angeblich ein Umweltrisiko. Damit ist es gelungen, der europäischen Öffentlichkeit das Gefühl zu geben, ein Vorgehen gegen diese Tanker sei nicht nur nötig, sondern sogar legal.
Damit war die europäische Öffentlichkeit auf den nächsten Eskalationsschritt vorbereitet. Und der ließ nicht lange auf sich warten.
Mitte März 2025 hat Deutschland den unter panamaischer Flagge fahrenden Tanker „Eventin“ beschlagnahmt, der 100.000 Tonnen russisches Öl geladen hatte. Das Schiff trieb zunächst manövrierunfähig nördlich von Rügen und wurde dann in Gewässer vor Sassnitz geschleppt und dort von der deutschen Küstenwache und der Bundespolizei überwacht. Mitte März hat der deutsche Zoll das Schiff und das Öl dann beschlagnahmt und das mit den Sanktionen der EU gegen russische Ölexporte begründet, was beim Spiegel so klang:
„Die Bundesregierung hat sich für ein robustes Vorgehen gegen einen Tanker der geheimen Schattenflotte entschieden, mit der Russland trotz der geltenden Sanktionen weiter weltweit Öl verkauft. (…) Das ungewöhnlich harsche Vorgehen soll aus Sicht des Kanzleramts und des Außenministeriums ein Zeichen an Russland sein, dass Deutschland dem Transit von russischem Öl durch die Ostsee nicht tatenlos zusieht.“
Diese für die deutschen Leser gewählten Formulierungen sollten suggerieren, dass die deutsche Regierung im Rahmen geltenden Rechts handelte. Allerdings ist das Gegenteil der Fall, denn nur der UN-Sicherheitsrat hat das Recht, legal Sanktionen auszusprechen und danach auch deren Umsetzung notfalls gewaltsam zu erzwingen. Dieses Recht haben jedoch weder Deutschland noch die EU oder die NATO, wenn die das ohne Sanktionen des UN-Sicherheitsrates tun, dann ist völkerrechtlich schlicht Piraterie.
Übrigens hat sogar ein deutsches Gericht 2025 zumindest indirekt bestätigt, dass das eine illegale Aktion war, denn die von der Bundesregierung gewollte Konfiszierung des Öl wurde von einem deutschen Gericht abgelehnt, weil das Gericht „begründete Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Einziehungsmaßnahmen“ sah. Aber das hat nicht so große Schlagzeilen gemacht, wie die Vorwürfe gegen das Schiff bei dessen Festsetzung ein Jahr zuvor.
Anfang April 2025 hat Estland nachgezogen. Im estnischen Parlament wurde ein Gesetzentwurf eingebracht, der es dem estnischen Militär erlauben würde, zivile Schiffe zu versenken, die nach Meinung der estnischen Regierung eine Gefahr für die nationale Sicherheit darstellen. Der Gesetzentwurf sieht vor, dass Militär- und Marinekommandeure den Schiffseigner oder dessen Flaggenstaat erst nach Anwendung von Gewalt benachrichtigen müssen.
Das wäre ein Kriegsakt, wenn das estnische Militär ein ziviles Schiff eines anderen Staates ohne Vorwarnung angreift und versenkt. Und schon bevor das Gesetz endgültig verabschiedet wurde, hat Estland zugeschlagen und am 11. April 2025 ebenfalls ein Schiff gekapert, das laut der estnischen Regierung russisches Öl transportieren sollte.
Ich habe dazu am 13. April 2025 einen Artikel mit der Überschrift „Kriegsvorbereitungen – Die geplante Blockade der Ostsee und die Rolle der baltischen Staaten dabei“ veröffentlicht, in dem ich ausführlich über die Provokationen gegen Russland und auf die offensichtlichen Versuche, die Ostsee zu blockieren und Russland damit zu einer militärischen Antwort zu zwingen, hingewiesen habe.
Russischer Kampfjet muss Tanker schützen
Am 13. Mai 2025, übrigens nur zwei Tage vor den in Istanbul geplanten russisch-ukrainischen Verhandlungen, hat – wieder – die estnische Marine versucht, einen Tanker auf dem Weg nach Russland zu kapern. Das estnische Militär versuchte, den Tanker „Jaguar“ dazu zu zwingen, die internationalen Gewässer zu verlassen und in estnische Hoheitsgewässer einzufahren. Dort hätte Tallinn die rechtliche Handhabe besessen, das Schiff festzusetzen, wie es die deutschen Behörden zuvor im März 2025 mit dem Tanker „Eventin“ gemacht hat.
Die estnischen Marinesoldaten begannen, den Tanker mit einem Patrouillenboot zu rammen und versuchten zweimal, Truppen aus einem Hubschrauber an Bord des Schiffes abzusetzen. Außerdem brachten sie Marineflieger zu dem Schiff, doch die Besatzung folgte weiterhin ihrem Kurs in Richtung des russischen Hafens Primorsk.
Dieses Mal hat Russland nicht untätig zugeschaut und einen Kampfjet zur Unterstützung des Tankers geschickt, der das estnische Militär vertrieben hat. Der Spiegel hat seine Leser von dem Hintergrund des Vorfalls abgelenkt, in dem er seinem Artikel darüber die Überschrift „Verletzung des Nato-Luftraums – Russisches Kampfflugzeug in estnischen Luftraum eingedrungen“ gab und im Artikel selbst behauptete, das Schiff sei „illegal ohne Flagge gefahren“. Und um den Eindruck zu erwecken, die westlichen Sanktionen seien legal, endete der Spiegel-Artikel wie folgt:
„Die »Jaguar« gehört zu mehr als 100 Schiffen der russischen »Schattenflotte«. Mit diesem Begriff bezeichnen westliche Länder Schiffe, die Moskau einsetzen soll, um internationale Sanktionen zu umgehen.“
„Internationale“ Sanktionen klingt für Spiegel-Leser gleich viel gewichtiger als „europäische“ Sanktionen.
Bei diesem Vorfall fehlte bereits nicht mehr viel zu einem bewaffneten Zusammenstoß zwischen den Streitkräften der NATO und einem russischen Kampfjet.
Provoziert hat den Vorfall zweifelsfrei Estland, indem es versucht hat, ein ausländisches Schiff mit Gewalt aus internationalen Gewässern in sein Seegebiet zu zwingen, was nun einmal völkerrechtlich einen Akt der Piraterie darstellt, wenn auch dieses mal „nur“ einen versuchten Akt der Piraterie.
Russland hingegen hat legal gehandelt, indem es dem Hilferuf eines Handelsschiffes in internationalen Gewässern gefolgt ist und das Schiff vor der Bedrohung geschützt hat.
Aber die NATO und die EU scheinen einen bewaffneten Zwischenfall mit Russland in der Ostsee provozieren zu wollen, denn der Vorfall war für die Europäer keineswegs ein Grund, mal „einen Gang runterzuschalten“ – im Gegenteil. Und die Medien begleiteten das mit einer weiteren Kampagne.
Die Medienkampagne
Zwei Tage nach dem Vorfall, sagte der Vorsitzende des EU-Militärausschusses Robert Briger nach einem Treffen der EU-Stabschefs, die EU verfüge noch nicht über ausreichende Ressourcen an Schiffen und Flugzeugen, um eine Mission zum Abfangen von Tankern mit russischem Öl zu starten. Bisher habe man „keinen politischen Auftrag erhalten, eine solche Mission zu starten“, sagte er. Wenn die Aufgabe gestellt werde, müsste man jedoch „über die notwendigen Ressourcen verfügen“.
Die Militärs der EU spielten so eine Mission also schon einmal durch, um die Politik wissen zu lassen, wie viele Schiffe und Flugzeuge dafür in der Ostsee nötig wären. Bis dahin musste die Öffentlichkeit weiter darauf eingestimmt werden, und das wurde auch fleißig getan.
Am 16. Mai 2025 veröffentlichte der Spiegel beispielsweise einen Artikel mit der Überschrift „Bundeswehr in Litauen – Russisches Spionageflugzeug bei Nato-Übung geortet“ und schrieb in der Einleitung dazu:
„Russland hat nach SPIEGEL-Informationen versucht, die Kommunikation einer Nato-Übung in Litauen auszuspionieren. Generalinspekteur Breuer sieht in dem Vorfall einen Beleg dafür, wie real die Bedrohung durch Moskau sei.“
Dass die NATO jeden Tag Spionageflugzeuge entlang der gesamten russischen Grenze patrouillieren lässt und dass die NATO jedes russische Manöver routinemäßig mit ihren Spionageflugzeugen überwacht, hat der Spiegel in dem Artikel aus irgendeinem Grund vergessen, zu erwähnen.
Am 17. Mai 2025 titelte der Spiegel „Mutmaßliche Sabotageakte – Außenminister Wadephul warnt vor wachsender russischer Bedrohung in der Ostsee“ und schrieb in der Einleitung seines Artikels:
„Durchtrennte Kabel, gestörte Signale: Die russische Schattenflotte wird mit zahlreichen möglichen Sabotageakten in Verbindung gebracht. Außenminister Wadephul spricht nun von einer weiter verschärften Bedrohungslage.“
Obwohl es in der Ostsee seit Monaten keinen Zwischenfall mit einem Unterseekabel gegeben hatte, und obwohl es bis heute in keinem Fall tatsächlich irgendeine Spur nach Russland gibt, halten deutsche Medien und Politiker das Thema in den Schlagzeilen, denn es ist ja nur eine Frage der Zeit, bis wieder ein Kabel in der Ostsee beschädigt wird, weil das seit jeher mehrmals pro Jahr passiert. Und dann wird wieder – natürlich ohne jeden Beleg – Russland beschuldigt, was das Feindbild Russland in der Öffentlichkeit weiter festigt.
Übrigens hat der finnische Geheimdienst im März 2026 eingestanden, dass Russland mit all den Kabelschäden in der Ostsee nichts zu tun hat. Der Chef des finnischen Geheimdienstes hat am 11. März in einem Gespräch mit der Zeitung Suomen Kuvalehti erklärt, dass keinerlei Belege für eine Beteiligung Moskaus an den Schäden in der Ostsee der letzten Jahre gefunden wurden:
„Unser Ergebnis ist, dass es im Hintergrund keine absichtliche Aktivität des russischen Staates gab. Das ist eine Ansicht, die unter den europäischen Diensten breit geteilt wird.“
Diese Meldung hat, wenn man sie in Suchmaschinen sucht, in europäischen Medien keinerlei Echo ausgelöst. Es gab sie in Europa einfach nicht, das wurde komplett verschwiegen, was ein weiteres Mal bestätigt, dass wir es hier mit einer organisierten Medienkampagne zu tun haben, bei der jede nichts ins Bild passende Erklärung verschwiegen wird.
Polen kündigt weitere Eskalation an
Am 21. Mai 2025 sprach der polnische Ministerpräsident Donald Tusk von „verdächtigen Aktivitäten eines sanktionierten Schiffes“ im Bereich eines Unterseekabels, das Polen und Schweden verbindet. Nach Angaben des polnischen Verteidigungsministeriums befand sich das Schiff in internationalen Gewässern und änderte angeblich auf Druck der polnischen Luftwaffe seinen Kurs. Einen Tag später erklärte Tusk bei einem Treffen mit den Kommandeuren der polnischen Marine, die Ostsee könnte zu einem Ort permanenter Konfrontation zwischen Russland und dem Westen werden. In der Ostsee werde es „immer häufiger zu verdächtigen Vorfällen in der Nähe von Infrastruktureinrichtungen kommen“.
Am gleichen Tag erklärte das polnische Außenministerium, Polen werde während seiner Präsidentschaft im Ostseerat an der Ausarbeitung von Vorschlägen zur Änderung des internationalen Seerechts in der Region arbeiten, um die Festsetzung von Schiffen in neutralen Gewässern zu ermöglichen. Es gehe zunächst „um rechtliche Lösungen, die es ermöglichen würden, Schiffe der ‚Schattenflotte‘ festzusetzen“. Der Sprecher des Ministeriums sagte weiter, Warschau werde „radikale Lösungen präsentieren“ und Außenminister Sikorski teilte mit, die Vorschläge würden während der polnischen Präsidentschaft im Ostseerat erarbeitet, die am 1. Juli 2025 beginnen sollte.
Weitere Provokationen
Ende August 2025 wurde eine Raffinerie in der Nähe der russischen Stadt St. Petersburg angegriffen. Offiziell war die Rede von ukrainischen Drohnen, allerdings gab es Hinweise darauf, dass die Drohnen im Baltikum gestartet wurden. In jedem Fall haben sie den Luftraum der baltischen Staaten genutzt, was kaum ohne deren Genehmigung geschehen sein dürfte. Inzwischen wird übrigens nicht mehr bestritten, dass Polen und die baltischen Staaten der Ukraine ihren Luftraum für Angriffe gegen Russland zur Verfügung stellen, was bereits eine offene Kriegsbeteiligung dieser Staaten bedeutet. Aber die mediale Vorarbeit der letzten Jahre, die wir hier gerade behandeln, hat dafür gesorgt, dass die Öffentlichkeit das nicht mehr so wahrnimmt.
Ende September 2025 begann die Hysterie über angeblich russische Drohnen, die überall in Europa gesichtet wurden. Obwohl sich die Vorfälle hinterher nicht bestätigt haben – mal wurden sie von europäischen Hobbypiloten geflogen, mal stellten sich die Sichtungen als falsch heraus etc. – wurde wieder Russland beschuldigt und diese Vorfälle reihten sich in die Narrative über angebliche russische Untaten in der Ostsee ein, denn es wurde (und wird bis heute) auch behauptet, die Drohnen würden von Schiffen der “Schattenflotte” gestartet.
Piraterie und die Folgen
Am 1. Oktober 2025 hat die französische Marine einen aus Russland kommenden Tanker wegen des angeblichen Verdachts auf Verstoß gegen das Seerecht in internationalen Gewässern gekapert. Der Kapitän, ein chinesischer Staatsbürger, wurde verhaftet, nachdem französische Soldaten das Schiff gekapert hatten.
Einen Tag später, am 2. Oktober, kündigte der französische Präsident Emmanuel Macron an, die Generalstabschefs der europäischen Länder, die der sogenannten „Koalition der Willigen“ in der Ukraine-Frage angehören, würden in Abstimmung mit der NATO neue Maßnahmen erörtern, um den Betrieb der „Schattenflotte“ zu behindern.
Am 13. Oktober 2025 erklärte NATO-Generalsekretär Mark Rutte auf einer Sitzung der Parlamentarischen Versammlung der NATO in Ljubljana, der Kampf gegen die Tanker, die russisches Öl ungeachtet der westlichen Versuche, eine Preisobergrenze durchzusetzen, zu Marktpreisen transportieren, sollte für die NATO und alle europäischen Länder Priorität haben:
„Was die Schattenflotte betrifft, so ist dies eine neue Priorität für Europa und die NATO: Russland diese wichtige Einnahmequelle zu entziehen. Natürlich gibt es zahlreiche internationale Gesetze, internationale Schifffahrtsvorschriften usw., aber wir können viel tun, um die Situation zu verkomplizieren und Russland ernsthaften Schaden zuzufügen.“
Er begrüßte in seiner Rede die Versuche der baltischen Staaten, Tanker mit russischem Öl festzusetzen, und verwies auf das Vorgehen Frankreichs, das knapp zwei Wochen zuvor einen Tanker festgesetzt, später aber wieder freigelassen hatte.
Danach kam eine verräterische Aussage von Rutte, denn er sagte, dass solche Aktionen „Probleme für Russland schaffen und es zwingen, über neue logistische oder Begleitmaßnahmen nachzudenken“, weshalb die NATO seiner Meinung nach diese Maßnahmen verstärken sollte.
Verräterisch dabei war das Wort „Begleitmaßnahmen“, die Russland vornehmen soll. Das bedeutet, die NATO-Staaten sollen nach Ruttes Wille so lange Tanker mit russischem Öl kapern, bis Russland diese Tanker von Kriegsschiffen begleiten lässt. Damit wäre es endlich ein Kinderspiel, einen Vorfall zu provozieren, bei dem es zu einem Schusswechsel zwischen russischen und westlichen Kriegsschiffen kommt, den die Europäer dann als Casus Belli für einen Krieg gegen Russland bezeichnen können, weil Russland angeblich unprovoziert ein Kriegsschiff der friedliebenden NATO angegriffen habe.
Die Kriegspläne sind bereit
In der gleichen Rede sagte Rutte auch, der potenzielle Konflikt mit Russland, auf den sich die NATO vorbereitet, werde sich von dem in der Ukraine unterscheiden:
„Ein Krieg der NATO mit Russland wird sich völlig von dem in der Ukraine unterscheiden. Ich werde jetzt nicht ins Detail gehen, um den Russen keine Hinweise zu geben.“
Rutte behauptete zudem, dass Russland den militärischen Konflikt mit dem Bündnis auslösen könnte, was genau das Szenario wäre, das ich eben beschrieben habe.
Interessant waren die Formulierungen von Rutte sehr entlarvend, weil er offen sagte, die NATO habe sich auf den Krieg gegen Russland vorbereitet und weil er von dem Krieg schon nicht mehr im Konjunktiv (der Möglichkeitsform) sprach, sondern wie von einem sicher kommenden Ereignis.
Die koordinierte Kriegshysterie der Geheimdienstchefs
Ins gleiche Horn stieß am gleichen Tag übrigens der neue Chef des deutschen Auslandsgeheimdienstes BND, der in einer öffentlichen Anhörung des Parlamentarischen Kontrollgremiums des Bundestages erklärte:
„Wir dürfen uns nicht zurücklehnen in der Annahme, ein möglicher russischer Angriff käme frühestens 2029. Wir stehen schon heute im Feuer.“
Völlig zu Recht stellte er fest, die Lage habe sich in den vergangenen Monaten weiter verschärft, verschwieg aber natürlich, wer für diese Verschärfung verantwortlich ist. Oder hat Russland etwa europäische Handelsschiffe gekapert oder das für die Zukunft offen angekündigt? Nein, das waren, wie gesehen, die Europäer, die an der Verschärfung der Lage die Schuld tragen.
Der BND-Chef behauptete jedoch stattdessen, das Handeln Russlands sei darauf angelegt, die Nato zu untergraben und Gesellschaften zu spalten, und er fügte hinzu:
„Um dieses Ziel zu erreichen, wird Russland, wenn nötig, auch eine direkte militärische Auseinandersetzung mit der Nato nicht scheuen.“
BND-Chef Jäger sagte außerdem noch, man dürfe gegenüber nicht Russland nachgiebig sein, denn:
„Nachgiebigkeit wird uns von Gegnern wie Russland als Schwäche ausgelegt.“
Weiter sagte er, in Europa herrsche bestenfalls ein „eisiger Friede, der punktuell jederzeit in heiße Konfrontation umschlagen kann“.
Der Präsident des deutschen Inlandsgeheimdienstes, des Verfassungsschutzes, Sinan Selen, sprang seinem Kollegen bei und sprach von einem zunehmend eskalierenden Verhalten Russlands:
„Buchstäblich überschreitet Russland brandgefährliche Grenzen.“
Am gleichen Tag veröffentlichte die Financial Times ein Interview mit Sławomir Cenckiewicz, dem Chef des polnischen Geheimdienstes, der noch weiter ging. Vor dem Hintergrund der Vorwürfe gegen Moskau wegen Sabotageakten in Europa, Drohnenvorfällen und Cyberangriffen behauptete er, dass Polen sich bereits im Krieg mit Russland befinde:
„Wenn man sich den Cyberspace ansieht, befindet sich Polen derzeit im Krieg, es handelt sich nicht mehr nur um eine Bedrohung.“
Die offen angekündigte Blockade der Ostsee
Es folgten später weitere Kaperungen von Tankern und nun haben 14 europäische Länder Ende Januar 2026 erklärt, härter gegen die „russische Schattenflotte“ vorgehen und mehr dieser Schiffe unter konstruierten Vorwänden kapern zu wollen.
Diese Maßnahmen sollen auch in das 20. Sanktionspaket der EU aufgenommen werden und die britische Regierung hat gerade erst erklärt, Schiffe der russischen Schattenflotte ab sofort zu kapern, wenn sie in britischen Gewässern auftauchen sollten. Das beinhaltet ausdrücklich eine Sperrung des Ärmelkanals für diese Schiffe.
Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis Dänemark und/oder Schweden eine ähnliche Maßnahme für die Einfahrt in die Ostsee verkünden werden, was dann die faktische Blockade der Ostsee und damit des Hafens von St. Petersburg bedeutet, womit das 2024 gesetzte Ziel umgesetzt wäre.
Allerdings dürfte das dann zu einem heißen Krieg der Europäer mit Russland führen, weil der Kreml bereits sehr deutlich gewarnt hat, dass Russland auf eine Blockade der Ostsee militärisch reagieren wird.
Aber das scheint der Plan der europäischen Staaten zu sein, sie wollen Russland dazu zwingen, den ersten Schuss abzugeben, um dann wieder von einem “unprovozierten” russischen Angriff zu sprechen.